Woraus schöpfst du Motivation und Inspiration für deinen Unterricht?
Einerseits aus meiner eigenen Tätigkeit als aktiver Musiker in verschiedenen Bands, andererseits durch mein aufmerksames und neugieriges Hören.
Ein Höhepunkt in deinem Alltag als Lehrperson?
Besonders freue ich mich, wenn ich sehe, dass meine Schüler*innen selbst aktiv werden – sei es in Bands, mit eigenen Projekten oder beim Komponieren und Songwriting. Ich hatte über die Jahre das Glück, einige Schüler*innen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen, die heute kreativ und engagiert in der Musikszene unterwegs sind. Es freut mich auch sehr, dass immer mehr Mädchen zur E-Gitarre greifen. Zwei meiner Schülerinnen konnte ich dieses Jahr an eine Aufführung am Schauspielhaus sowie in einen Werbespot des EWZ vermitteln – ich hoffe, solche Erfahrungen tragen dazu bei, Sichtbarkeit und Wahrnehmung in diesem Bereich zu stärken.
Was bedeuten Musik, Tanz und Theater für dich?
Kultur ist für mich ein wesentlicher Bestandteil des Menschseins – ein Raum für persönlichen Ausdruck, Kreativität und Kommunikation. Musik, Tanz und Theater ermöglichen es, Gefühle, Gedanken und Erfahrungen in eine Form zu bringen, die über Sprache hinausgeht. Sie verbinden Menschen, schaffen Gemeinschaft und verleihen dem Leben Tiefe und Farbe.
Welches ist dein Lieblingsort in Bezug auf Musik, Tanz und Theater in Zürich?
Ich habe keinen festen Lieblingsort – für mich ist entscheidend, was an einem Ort passiert, nicht der Ort selbst. Viele Orte haben sich über die Jahre gewandelt. Ich lasse mich von dem leiten, was mich inhaltlich anspricht und berührt.
Welche Art von Musik hörst du am liebsten?
Schon als Kind habe ich viel Musik gehört – zuerst die Hitparade, später meine eigenen Platten von Elvis, J. J. Cale, den Beatles, Rolling Stones, Eric Clapton und den Eagles. Eine meiner ersten LPs war «Machine Head» von Deep Purple. Durch meine Eltern kam ich früh mit Klassik und Jazz in Kontakt – Oscar Peterson, Ella Fitzgerald und Louis Armstrong begleiteten mich von klein auf. Von meinen Brüdern erhielt ich prägende Impulse in Richtung Blues und Jazz.
Später folgten Phasen mit Bluegrass, Country und Singer-Songwriter-Musik, dann wurde mein Interesse an Fusion und Jazzgitarristen geweckt - ebenso an indischer klassischer Musik. Es gab eine intensive Auseinandersetzung mit Soul, Funk, freier Musik und zeitgenössischer Komposition. Ich könnte gar nicht alles aufzählen, was mich geprägt hat. Heute höre ich sehr vielseitig – mit einer klaren Vorliebe für Musik, die sich im weiteren Sinne im Spektrum des Jazz und verwandter Ausdrucksformen bewegt.
- Seit 1997 an MKZ
- Lehrperson: E-Gitarre
- Mitbegründer des jährlichen E-Gitarrenevents «Kidz on the Rock»
- Spielt regelmässig in der Begleitband der MKZ Singers-Night und am MKZ Förderpreis