Es war kalt an diesem Freitagnachmittag Ende November. Bereits am Vortag hatte es stark geschneit, und der öffentliche Verkehr in der Stadt war zeitweise lahmgelegt. Bis kurz vor dem Fototermin bei der Bergstation der neuen Dolderbahn war nicht klar, ob alles wie geplant stattfinden konnte.
Wegen der widrigen Wetterverhältnisse traf auch Linus Hassler, der 15-jährige Kontrabassist, verspätet ein. Was bedeutete, dass das Shooting im Rekordtempo durchgeführt werden musste, um das mit der VBZ vereinbarte Zeitfenster einzuhalten.
Alle Beteiligten arbeiteten höchst konzentriert. Linus verstand rasch, wie er sich mit seinem Kontrabass positionieren sollte, und Fotograf Patrick Gutenberg gelang es, die Aufnahmen in Rekordzeit in den Kasten zu bekommen. Trotz Kälte und Schneefall glückten besonders stimmungsvolle Fotos: Die frisch verschneite, winterliche Szenerie bei der Bergstation der Dolderbahn, der leuchtend rote Waggon – und mittendrin Linus mit seinem Kontrabass. Der Wintereinbruch hatte sich als Glücksfall erwiesen. Darüber vergass das Team der Kommunikation von MKZ, das zu zweit vor Ort war, beinahe die kalten Hände und Füsse.
Für Linus war das Fotoshooting eine neue, spannende Erfahrung. Den schweren Kontrabass richtig zu halten und gleichzeitig die Anweisungen zu befolgen, sei herausfordernd gewesen: «Meine Hände waren in kürzester Zeit eiskalt, und ich konnte das Instrument kaum noch halten», erzählte er danach. Dennoch habe ihm der Fototermin grossen Spass gemacht. Seit zehn Jahren besucht Linus den Unterricht an MKZ. Er wählte den Kontrabass aus, weil ihn die Grösse des Instruments und die tiefen Töne von Anfang an faszinierten: «Der starke Klang und die mächtige Erscheinung des Kontrabasses haben grossen Eindruck auf mich gemacht.» Zur Dolderbahn hat er einen besonderen Bezug: Er wohnt ganz in der Nähe und nutzt die Bahn regelmässig, um zum Tennistraining zu fahren.