Schon einige Wochen bevor die neue MKZ-Konzertreihe offiziell angekündigt wurde, hatten Urs Hofstetter, Lehrer für Klarinette, und Albert Hartkamp, Lehrer für Cello, nach einem gemeinsamen Konzert die Idee, an MKZ Konzerte von und mit Lehrerkolleg*innen ins Leben zu rufen. Als dann die Ausschreibung veröffentlicht wurde, war ihnen schnell klar, dass sie im Trio auftreten wollten – und zwar gemeinsam mit der Pianistin Sandra Carina Meier.
«Es ist schön, wenn sehr unterschiedliche Musiker*innen zusammenkommen, sich gegenseitig zuhören, neugierig aufeinander sind und daraus eine Einheit entsteht», sagt Albert Hartkamp, Violoncellolehrer an MKZ.
Das Trio ist in dieser Besetzung neu, doch die drei kennen sich schon länger. In einem Brainstorming überlegten sie gemeinsam, welche Stücke sie gerne spielen möchten, und stellten daraus ein Programm zusammen. Der Titel «Leichtigkeit und Schwermut» ergab sich aus der Stimmung der ausgewählten Werke.
Für die Leichtigkeit steht Ludwig van Beethovens (1770-1827) «Gassenhauertrio». Seinen Titel verdankt es dem berühmten Thema des 3. Satzes «Pria ch‘io l‘impegno», einem Ohrwurm der Wiener Klassik.
Das «Trio pathétique» von Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857) hingegen ist vermutlich infolge eines psychischen und körperlichen Zusammenbruchs des Komponisten 1832 in Italien entstanden. Die MKZ-Klavierlehrerin Sandra Carina Meier ergänzt: «Obwohl Glinkas Trio in unserem Programm für die Schwermut steht, ist es keineswegs ein düsteres Werk. Geradezu von berauschender Schönheit ist das Klaviersolo des langsamen dritten Satzes. Mit einer wunderschönen Kantilene entschwebt der Pianist hier in himmlische Sphären, und erst drei dunkle Fanfaren am Ende des Satzes bringen die tragische Stimmung zurück.» Sandra Carina Meier freut sich sehr darauf, diese fantastische Musik mit ihren Kollegen vor Publikum zu spielen.
Im dritten und letzten Teil des Konzerts sorgen die Miniaturen von Paul Juon (1872-1940) für eine Kombination aus Schwermut und Leichtigkeit. Die Miniaturen sind eine Bearbeitung eines Klavierwerks aus dem Jahre 1901 und von ihm selbst arrangiert. Die vier Charakterstücke Rêverie, Humoreske und Elegie enden in einem überschwänglichen «Danse phantastique». «In Juons Miniaturen entdecke ich eine faszinierende Vielfalt an Klangfarben und Stimmungen, die die Klarinette in ihrer ganzen Ausdruckskraft zeigen», erklärt Urs Hofstetter, der wie die beiden anderen Mitglieder des Trios auch ausserhalb von MKZ regelmässig als Musiker auftritt.
Die neue MKZ-Konzertreihe soll den Zuhörer*innen als kulturelles Angebot über Mittag eine wohltuende Pause schenken – eine Gelegenheit, in klassische Musik einzutauchen und danach beschwingt in den Nachmittag zu starten. Die «inConcert»-Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen. Die Einnahmen aus dem Ticketverkauf kommen dem Freundeskreis MKZ respektive den Schüler*innen von MKZ zugute. So unterstützt die Konzertreihe engagierte junge Musiker*innen.