Woraus schöpfst du Motivation und Inspiration für deinen Unterricht?
Mein Motto lautet: Bleib neugierig und intuitiv im Leben! Im Unterricht versuche ich, die Persönlichkeit meiner Schüler*innen zu entdecken und gezielt auf sie einzugehen. So entsteht ein Vertrauensverhältnis. Der Unterricht wird dadurch zu einer Art Kammermusik: Wir reagieren aufeinander und begeben uns gemeinsam auf eine spannende Reise.
Derzeit bin ich besonders inspiriert vom Erlernen der Jazzvioline. Ich liebe das Improvisieren. Zudem höre ich viel Jazz, insbesondere Stéphane Grappelli. Besonders motivieren mich zurzeit «Crossover-Projekte» – Projekte, bei denen Künstler*innen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Tanz, Theater und Musik zusammenkommen. Bei einem Auftritt entstehen dann oft emotionale, unvergessliche Momente, sowohl für uns Künstler*innen als auch für das Publikum.
Ein Höhepunkt in deinem Alltag als Lehrperson?
Ein besonderes Highlight war letztes Jahr unser Strassenmusikkonzert an der Seepromenade in Zürich. Im Unterrichtsalltag bereitet es mir besonders Freude, wenn meine Schüler*innen eine intrinsische Motivation für das Instrument und die Musik entwickeln. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn sie erkennen, dass regelmässiges Üben der Schlüssel zur Weiterentwicklung ist und dadurch die Freude und Motivation erhalten bleibt.
Was bedeuten Musik, Tanz und Theater für dich?
Musik bedeutet für mich Freude, Verbundenheit, Kommunikation, tiefe Emotionen und noch vieles mehr. Sie trägt mich und meine Familie durch einen oft anstrengenden Alltag. Wenn bei uns die Stimmung einmal schlecht ist, kann Musik uns blitzschnell wieder zu guter Laune verhelfen. Mit Musik kann ich träumen und zu neuer Kraft finden. Musik tut der Seele gut!
Welches ist dein Lieblingsort in Bezug auf Musik, Tanz und Theater in Zürich?
Ich spiele sehr gerne im Theater Rigiblick unter der Leitung von Daniel Rohr. Die Verbindung von Schauspiel und Musik ist faszinierend. Musik kann emotionale Botschaften vermitteln, die Worte oft nicht ausdrücken können. Die Stimmung unter den Künstler*innen ist magisch. Diese spezielle Atmosphäre spürt auch das Publikum.
Welche Art von Musik hörst du am liebsten?
Ich höre die Musik, die gerade am besten zu meiner momentanen Stimmung passt – kurz gesagt, querbeet. Das kann von Radiohead bis Mozart alles sein. Wenn mich die Musik emotional erreicht, bin ich dabei. Inspiriert durch den Beatles-Monat im Theater Rigiblick höre ich momentan wieder vermehrt die Lieder dieser einzigartigen Band. Als Musiker*innen haben wir das Privileg, in unserem Umfeld viele talentierte Künstler*innen kennenzulernen, deren Musik ich ebenfalls sehr gerne höre.
- Seit 2011 an MKZ
- Lehrperson: Violine
- Leiterin zweier Violin-Ensembles und Assistentin für Streichorchester im jährlich im Frühling stattfindende Musiklager in Magliaso (TI).