Als Höhepunkt des Musikjahres 2026 nahm die Jugendmusik Zürich 11 am 6. Juni am Luzerner Kantonalen Jugendmusikfest teil. Bei schönstem Wetter wurden wir auf dem Festgelände in Dagmersellen begrüsst. Den Auftritt unserer Juniors hatten wir leider verpasst. Dafür reichte es gerade noch, unseren Freunden der Young Windband Rontal, die uns im März in Zürich für ein Gemeinschaftskonzert besucht hatten, bei ihrem Vortrag zuzuhören.
Es herrschte grosse Vorfreude auf unseren Auftritt und auch eine gewisse Nervosität lag in der Luft: War es doch das erste Mal seit Jahren, dass wir einen Wettbewerb in der Kategorie Höchststufe bestritten. Nach dem Einspielen und Einstimmen setzte unser Dirigent zur Motivationsrede an: «Wir sind hier, um gute Musik zu machen. Und wenn wir das tun, bin ich zufrieden – und mit etwas Glück reicht es dann vielleicht auch für 85 Punkte.»
Nun galt es ernst. Wir hatten auf der Bühne Platz genommen. Bernhard Meier setzte an zu «Solemnitas» von Franco Cesarini. Ein Röhrenglockenschlag, ein Tuba-Einsatz und dann das wunderschöne Piccolo-Solo, das den Beginn dieser sinfonischen Dichtung über das gleichnamige Jugendfest in Burgdorf markiert. Auf der Bühne war es heiss und staubtrocken. Jede Unreinheit war gnadenlos exponiert. Und doch konnten wir unser Konzert im vollständig gefüllten Saal geniessen und verspürten zum Schluss echte Zufriedenheit und Stolz – und das Publikum würdigte unseren Vortrag mit einer Standing Ovation.
Anschliessend genossen wir den äusserst beeindruckenden Konzertvortrag des Jugendblasorchesters Luzern und liessen den Abend bei kalten Getränken und schönen Gesprächen ausklingen. Zum Schluss dann noch die Rangverkündigung: Unsere Juniors hatten mit 88 Punkten den 5. Platz geholt und die Messlatte somit hoch angesetzt. Hatte es nun auch für das Blasorchester für die besagten 85 Punkte gereicht? «2. Platz mit 94.7 Punkten…» – der Rest ging unter im Zürcher Jubel.
Bericht: Lilja Geitlinger