Rund ein Drittel des gesamten Primärenergiebedarfs entfällt auf die Wärmeversorgung.
Deshalb richtet Zürich seine Wärmeinfrastruktur – insbesondere Fernwärme- und Gasversorgung – konsequent klimaverträglich und zukunftssicher aus. Der Ausbau der Fernwärme wird beschleunigt, während das Gasnetz schrittweise ausser Betrieb genommen wird.
- Die Wärmeversorgung erfolgt ab 2040 ausschliesslich mit fossilfreien Energieträgern.
- Bis 2040 sind rund 60 % Siedlungsgebiet mit Fernwärme erschlossen.
- Für die Spitzenlastdeckung von thermischen Netzen wird spätestens ab 2040 kein fossiles Gas mehr verwendet.
- Bis 2040 wird für Raumwärme und Warmwasser kein Erdgas mehr eingesetzt.
- Die Gasverteilnetze werden möglichst bis 2040 stillgelegt.
Ziel: Die Wärmeversorgung erfolgt ab 2040 ausschliesslich mit fossilfreien Energieträgern.
Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums und der Zunahme der beheizten Fläche in den vergangenen Jahren ist der jährliche Endenergiebedarf für Wärme der Stadt von 4685 GWh im Jahr 2010 um rund 25 % auf 3538 GWh im Jahr 2024 gesunken. Die allgemein sinkende Tendenz lässt sich durch Effizienzsteigerungen bei Gebäuden und Heizsystemen erklären. Die Schwankungen zwischen den einzelnen Jahren stehen im Zusammenhang mit der Witterung beziehungsweise. So war der Winter 2023/2024 mit einer Mitteltemperatur in Zürich-Fluntern von 4.3 °C (Norm 1.5°C) vergleichsweise mild. Die milden Temperaturen spiegeln sich auch in den verhältnismässig tiefen Heizgradtagen wider.
Zwischen 2010 und 2024 ist der Anteil der fossilen Energieträger Erdgas und Heizöl am Endenergiebedarf Wärme von 81 % auf 52 % gesunken. Gleichzeitig haben sich die Anteile von Fernwärme, Umweltwärme, Sonnenkollektoren und Strom erhöht. Besonders deutlich zeigt sich dies bei der Fernwärme und der Umweltwärme, deren Anteil im gleichen Zeitraum um über 13 % zugenommen hat. Insbesondere der Ausbau der Fernwärme und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien leisten einen wesentlichen Beitrag zur schrittweisen Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Ziel: Bis 2040 sind rund 60 % des Siedlungsgebiets mit Fernwärme erschlossen.
Die Kennzahlen liegen derzeit noch nicht vor und werden zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.
Ziel: Für die Spitzenlastdeckung von thermischen Netzen wird spätestens ab 2040 kein fossiles Gas mehr verwendet.
Der Energieträgermix der städtischen Fernwärme (ehemals ERZ-Fernwärme) bestand 2024 zu 69.4 % aus CO2-neutraler Abwärme der KVA Hagenholz sowie Wärme aus dem Holzheizkraftwerk Aubrugg.
Ziel: Bis 2040 wird für Raumwärme und Warmwasser kein Erdgas mehr eingesetzt.
Die Kennzahlen liegen derzeit noch nicht vor und werden zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt.
Ziel: Die Gasverteilnetze werden möglichst bis 2040 stillgelegt.
Im 2024 wurde die Stilllegung der Gasverteilnetze in Altstetten-Nord und -Ost sowie Tiefenbrunnen beschlossen.
Die Massnahmen zeigen, was die Stadtverwaltung tut, um die jeweiligen Zielsetzungen zu erreichen.
Mit der kommunalen Energieplanung schafft die Stadt Zürich eine wichtige Grundlage, um ihre Energie- und Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen. Dabei wird untersucht, wie viel Wärme und Kälte in Zukunft gebraucht wird und wo erneuerbare Energien oder Abwärme genutzt werden können. Die Energieplanung zeigt auf, wie die Energieversorgung umweltfreundlich gestaltet werden soll und welche Schritte dafür nötig sind.
Die Siedlungs- und Energieplanung werden aufeinander abgestimmt, um das lokal vorhandene Potenzial an Abwärme und erneuerbaren Energien optimal zu nutzen und langfristig einen wirtschaftlichen Betrieb der leitungsgebundenen Energieversorgung sicherzustellen.
Bis 2040 sollen rund 60 % des Zürcher Siedlungsgebiets an umweltfreundliche Wärmenetze angeschlossen sein. Der städtische Energieversorger übernimmt die Planung, den Bau und den Betrieb dieser Netze. Dabei wird eng mit anderen städtischen Bauprojekten zusammengearbeitet. Damit möglichst viele Haushalte und Gebäude von den Netzen profitieren, unterstützt die Stadt Zürich den Anschluss mit Informationen, Koordination und finanziellen Anreizen.
Spätestens ab 2040 werden die thermischen Netze der Stadt Zürich vollständig mit umweltfreundlicher Energie betrieben – also mit Abwärme, Umweltwärme oder erneuerbaren Energien. Diese Energiequellen werden optimal genutzt, um Gebäude effizient zu heizen oder zu kühlen. Dafür kommen verschiedene nachhaltige Technologien und Speichermöglichkeiten zum Einsatz.
Der Gasverbrauch in Zürich wird schrittweise gesenkt. Spätestens ab 2040 wird nur noch erneuerbares Gas genutzt. In Quartieren mit Wärmenetzen wird die Gasversorgung weitgehend eingestellt. Wo das nicht möglich ist, kommt ausschliesslich erneuerbares Gas zum Einsatz. Die Stadt Zürich koordiniert diesen Übergang sorgfältig und unterstützt ihn mit Informationen und finanziellen Anreizen.