Während sich die Geschossfläche aller IMMO-Gebäude und -Anlagen zwischen 2019 und 2025 um 22 % von 2,14 auf 2,6 Millionen Quadratmeter erhöhte, sank der Wärmeverbrauch pro Quadratmeter von 57,0 kWh auf 50,4 kWh. Im Jahr 2024 lag der Verbrauch gar bei redkordtiefen 43,4 kWh, bevor er im letzten Jahr aufgrund des länger andauernden Winters etwas anstieg.
Der Stromverbrauch pro Quadratmeter hält sich konstant bei rund 25 kWh/m2 jährlich (2019: 26,1 kWh/m2). Dass er nicht im selben Umfang rückläufig ist, hängt mit der allgemein voranschreitenden Elektrifizierung zusammen, die den Einsatz fossiler Energieträger ersetzt.
Der Anteil der fossilen Rohstoffe (Heizöl und Gas) an der Gesamtenergie Wärme betrug 2025 rund 50 %. Ein Drittel der Wärme stammt bereits heute aus Fernwärme (33,3 %). Insgesamt hat sich der Gasbezug seit 2019 von 72 GWh auf 60 GWh reduziert und der Heizölverbrauch konnte von 9,5 GWh auf 5,9 GWh gesenkt werden.
Die IMMO nutzt in ihren Gebäuden seit 2018 einen webbasierten Energiemonitor. Dieser wird zur Datenerfassung und als intelligentes Analyse- und Auswertungstool eingesetzt. In 470 Gebäuden sind dazu aktuell Zähler, Sensoren und Datensammler installiert, die eine fortlaufende Überwachung des Energieverbrauchs und laufende Optimierungen im Verbrauch ermöglichen.
Die IMMO optimiert den Wärme- und Energieverbrauch ihrer Gebäude laufend. Ziel ist, die Effizienz und die Lebensdauer der einzelnen Komponenten und des Gesamtsystems zu erhöhen. So kann unter anderem mit der Kürzung der Betriebszeiten einer Lüftung oder mit der Senkung der Heizkurve Energie gespart werden. Zusätzlich zu den Einsparungen durch den Heizungsersatz können jährlich rund 300 Tonnen Treibhausgasemissionen (THGE) über Betriebsoptimierungen eingespart werden.
Die Gebäude der IMMO werden seit 2014 sukzessive mit intelligenter Gebäudeautomation ausgestattet und im EDL-Portal (Energiedienstleistungsportal) integriert. Das EDL-Portal ist das zentrale Werkzeug für das Betreiben der gebäudetechnischen Anlagen und dient der Energie- und Betriebsoptimierung. In den vergangenen fünf Jahren konnten 68 Objekte an das System angeschlossen werden, was die Gesamtzahl der ausgerüsteten Gebäude auf 251 bringt.
Die im Frühjahr 2025 eingeführte neue Dienstleistungsvereinbarung legt fest, welche Leistungen die IMMO für die städtischen Dienstabteilungen erbringt und wie sie verrechnet werden. Sie ist ein Beispiel dafür, wie klare Spielregeln für die innerstädtische Zusammenarbeit Anreize für nachhaltiges Verhalten schaffen können – etwa durch Kostentransparenz beim Energiebezug.
Bisher führte jede Dienstabteilung ihr Energiemanagement mehrheitlich selbst – unterschiedlich organisiert und mit variierendem Detaillierungsgrad. Neu werden Energiebezug und Verrechnung an einer Stelle gebündelt: Die Energielieferanten stellen ihre Leistungen nicht mehr direkt den einzelnen Dienstabteilungen in Rechnung, sondern der IMMO. So entsteht ein klarer Überblick über den gesamten Energieverbrauch – und eine einheitliche Grundlage für alle Energiebezüger*innen, unabhängig von der Höhe ihres Verbrauchs, des Heizungstyps und der Gebäudesubstanz.
Die Nutzenden einer IMMO-Liegenschaft entscheiden weder über den Energiemix noch die Technologie der Energieproduktion selbst. Gleichbehandlung ist deshalb zentral: Für sie soll es keinen Unterschied machen, ob Strom und Wärme aus einer teureren oder günstigeren Erzeugung stammen. Entscheidend ist ihr eigenes Verhalten: Dank einer verbrauchsabhängigen Verrechnung mit einem Einheitspreis können sie ihren Energieverbrauch – und damit ihre Kosten – künftig direkt beeinflussen.
Der Einheitspreis von 25 Rappen pro Kilowattstunde umfasst Energie, Verzinsung und Amortisation. Die Tarifstruktur bleibt damit transparent und über alle Liegenschaften hinweg stabil.
Das neue Modell stärkt einen bewussteren Umgang mit Energie – im Kleinen wie im Grossen. Es ermöglicht, den Energieverbrauch im gesamten IMMO-Portfolio gezielt zu steuern, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. So entsteht ein transparentes, effizientes und faires Energiemanagement, das allen zugutekommt.