Die IMMO trägt mit der nachhaltigen Beschaffung von Gütern, Produkten und Dienstleistungen zur Erreichung der städtischen Umweltziele bei. Sie nutzt dazu den Spielraum aus des revidierten Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) aus, das eine stärkere Gewichtung der ökologischen Nachhaltigkeit im Vergabeprozess erlaubt.
Der Fokus liegt bei Ausschreibungen auf der Langlebigkeit von Produkten und der Verfügbarkeit von Ersatz- und Verschleissteilen, um eine möglichst lange und kreislauforientierte Einsatzdauer über mehrere Lebenszyklen zu gewährleisten. Mit weitsichtigen Ausschreibungen von Standardmobiliar etwa lassen sich zudem Beschaffungsvolumen und die Transportdienstleistungen in bedeutendem Masse reduzieren.
Nicht zuletzt werden auch durch Umrüstungen auf neue Technologien oder eine effizientere Nutzung bestehender Infrastruktur schädliche Emissionen und Kosten gesenkt.
Die städtische Fahrzeugflotte soll bis 2035 – mit wenigen Ausnahmen – vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben werden (STRB Nr. 327/2022). Von den insgesamt 31 Fahrzeugen in der Dienstflotte der IMMO werden 18 alternativ betrieben, davon drei mit Gas und 15 elektrisch.
Im Zuge des Ausbaus der Abteilung Gebäudereinigung wurden im Jahr 2025 drei neue E-Fahrzeuge angeschafft, vier weitere werden noch geliefert. Bis 2033 will die IMMO bei allen Fahrzeugen der Kategorien I (Personenwagen und Busse) bis III (LKW) auf erneuerbaren Betrieb umstellen.
Darüber hinaus beschafft die IMMO Kommunalgeräteträger, Traktore, Kleinmotorfahrzeuge und Motorkarren für den Sommer-/ Winterdienst und Unterhaltsarbeiten. Seit 2023 wurden fünf Maschinen durch alternativ betriebene Geräte ersetzt. Damit werden heute insgesamt 81 Maschinen 26 elektrisch betrieben. Für einige dieser Kategorien sind Elektroantriebe erst in der Entwicklung. Die 6500 Reinigungsgeräte und -maschinen der IMMO werden hingegen bereits seit vielen Jahren elektrisch betrieben.
Der grossflächige Einsatz von LED-Leuchten senkt den Stromverbrauch und hat weitere positive Effekte: Die Leuchtmittel beinhalten keine umweltbelastenden Stoffe und haben im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen eine siebenfach längere Brenndauer. Bis Ende 2025 wurden schätzungsweise 60 % der Gebäude im Eigentum der IMMO mit LED-Leuchten ausgestattet.
LED-Technologie eröffnet zudem auch andere Möglichkeiten wie etwa beleuchtete Handläufe für Menschen mit Beeinträchtigung oder ältere Personen. Da sie weniger Wärme abgibt, unterstützt LED-Beleuchtung nicht zuletzt auch den sommerlichen Wärmeschutz.
Bei der Umstellung werden bestehende Lampengehäuse – wenn immer möglich – wieder- oder weiterverwendet.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz spielen auch bei der Beschaffung von Haus- und Gastrogeräten, chemisch-technischen Produkten und Bekleidung eine wichtige Rolle.
Jährlich werden rund 50 Haus- und Gastrogeräte aus IMMO-Gebäuden zurückgeführt und wo immer möglich innerhalb der Stadt erneut eingesetzt – und bleiben so Teil der Kreislaufwirtschaft.
Auch der Einsatz von Kaltluft-Händetrocknern verbessert die jährliche Ökobilanz seit über zehn Jahren. Über 1800 der energieeffizienten Geräte wurden bislang in IMMO-Gebäuden eingebaut und haben die Betriebskosten gegenüber 2013 um rund 90 % reduziert, während sich gleichzeitig der Hygienestandard verbessert hat. Zudem entfällt die Produktion, der Transport und die Entsorgung von Papiertüchern und Stoffrollen, wie sie davor verwendet wurden.
Seit Sommer 2025 installiert die IMMO in den städtischen Verwaltungs- und Schulbauten zusätzlich 250 Dosieranlagen für Reinigungsmittel. Der Verbrauch von chemisch-technischen Produkten in der Unterhalts- und Grundreinigung kann durch die effizientere Dosierung um 30 % reduziert werden.