Was hat Zürich, was andere Städte auch gerne hätten?
Für eine mittelgrosse Stadt verfügt Zürich über erstaunlich viele Institutionen von Weltrang – die ETH, das Schauspielhaus und einige andere. Angesichts der uns eigenen Biederkeit ist die Exzellenz dieser Stätten durchaus bemerkenswert.
Was würden Sie abschaffen?
Für die klassischen Zürcher Aufreger kann ich mich kaum erwärmen. Mich stören weder E-Trottis noch Laubbläser oder das Google-Büro. Abschaffen würde ich hingegen den Trend zum sauren Espresso. Kaffee braucht Röstaromen.
Was ist Ihre liebste Tram- oder Bushaltestelle?
Neumarkt. Von dort geht es in die eine Richtung zum schönen Rechberg, in die andere ins Niederdorf. Und gleich daneben befand sich das Café Neumärt, in dem ich als Student unzählige Stunden verbracht habe. Für mich ist Neumarkt deshalb ein nostalgischer Knotenpunkt.
Worüber sollten wir abstimmen können?
Wir können über fast alles abstimmen. Solange wir nicht die Verfassung aushebeln. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im fehlenden Stimmrecht, sondern darin, es zu nutzen.
Was würden Sie einem Kind zeigen?
Das Naturhistorische Museum. Es bietet eine faszinierende Reise durch die Entwicklung des Lebens und weckt auf spielerische Weise Neugier auf die Welt, in der wir leben. Mein Sohn liebt es. Er vermisst bloss das Riesenfaultier, das dem Plateosaurus zum Opfer gefallen ist.
Die Stadtentwicklung Zürich arbeitet eng mit Partner*innen zusammen. Was diese von der Stadt Zürich denken, sagen sie uns in dieser Rubrik. Patrick Marty ist Partner und CEO bei der CRK, einer Agentur für strategische und politische Kommunikation. Er hat an der Universität Zürich Politikwissenschaften studiert und sich nach einigen Lehrjahren der (politischen) Kommunikationsberatung zugewandt. Mit der Stadtentwicklung arbeitet er im Rahmen des Mandats für die Metropolitankonferenz Zürich zusammen.