Die aktuellen Prognosen zur Schulraumentwicklung im Schulkreis Waidberg zeigen insgesamt eine Abnahme der Kinderzahlen. Dieser Rückgang fällt jedoch weniger stark aus als noch letztes Jahr angenommen. Auf Ebene des gesamten Schulkreises ist in den kommenden Jahren von einer moderaten Reduktion der Schüler*innenzahlen auszugehen. Die Entwicklung verläuft schrittweise und unterscheidet sich je nach Quartier und Schulstufe. Die bestehenden Schulanlagen bleiben mit wenigen Ausnahmen gut ausgelastet.
Im Kindergarten und auf der Primarstufe ist mittelfristig mit einem Rückgang der Klassen zu rechnen. Auf der Sekundarstufe zeigt sich hingegen ein gegenteiliger Trend: In den nächsten Jahren wird die Anzahl Klassen deutlich ansteigen, bevor sie später wieder abnimmt.
Um in den kommenden Jahren bis zu neun zusätzliche Sekundarklassen aufnehmen zu können, verfolgt der Schulkreis Waidberg folgende Strategie: Drei Klassen werden an die Schule Krähbühl im Zürichberg verlagert. Zudem werden die Gesamtschulen Milchbuck und Waidhalde ihren Anteil an Sekundarklassen erhöhen. Dies führt zu einer Reduktion von Primarklassen zugunsten der Sekundarstufe. An der Schule Brunnenhof ist zusätzlich ein Erweiterungsbau mit sechs Sekundarklassen vorgesehen, der für weitere Entlastung sorgen soll.
Zur Sicherstellung der notwendigen Kapazitäten sind an den Standorten Riedhof und Vogtsrain bauliche Massnahmen vorgesehen.
Am Standort Riedhof ist ein Erweiterungsbau geplant. Der Baustart sollte im November 2026 und die Fertigstellung im Sommer 2029 sein. Das Projekt ist derzeit aufgrund von Einsprachen verzögert. Es ist unklar, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.
Am Standort Vogtsrain ist eine Erweiterung der Schulanlage mit anschliessender Instandsetzung der bestehenden Trakte vorgesehen. Ziel ist es, den Standort an die heutigen Flächenstandards anzupassen und zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Der aktuelle Zeitplan sieht einen Baustart im Jahr 2029 und den Bezug im Jahr 2032 vor. Wie bei allen Bauprojekten kann es zu Verschiebungen kommen.
Die Instandsetzung der bestehenden Trakte setzt voraus, dass zunächst der Neubau sowie ein Provisorium realisiert werden. Der genaue Zeitplan für die Instandsetzung ist noch offen. Es ist jedoch mit einer Sanierungszeit von fünf bis sechs Jahren zu rechnen.
Die vor 2016 erstellten Kindergartenaussenräume sind weitgehend identisch gestaltet, meist mit einem Kletterturm und einem Sandkasten. Diese einheitliche Ausgestaltung, die als nicht mehr zeitgemäss gilt, führte wiederholt zu negativen Rückmeldungen.
Üblicherweise werden Aussenräume erst im Rahmen einer Instandsetzung des Gebäudes erneuert. Die Kreisschulbehörde sucht gemeinsam mit IMMO (Immobilien Stadt Zürich) nach einer pragmatischen Lösung. Aktuell wird geprüft, die bestehenden Geräte zu belassen und durch mobile Elemente zu ergänzen. Eine Arbeitsgruppe wird konkrete Vorschläge erarbeiten.
Die Klimaerhitzung macht sich selbstverständlich auch im Schulkreis bemerkbar. Der Stadtrat hat verschiedene Massnahmen zur Hitzeminderung beschlossen, die auch Schulanlagen im Waidberg betreffen. Im Jahr 2026 wird der Aussenraum der Schule Scherr entsprechend aufgewertet. Geplant sind unter anderem die Entsiegelung von Flächen, die Aufwertung der Bepflanzung sowie zusätzliche Baumpflanzungen.
Dabei handelt es sich ausschliesslich um Massnahmen im Aussenraum zur Verbesserung des Stadtklimas. Sie dienen nicht der direkten Reduktion von Hitze in den Gebäuden. Auf das Thema Hitzeminderung wird in einer der nächsten Ausgaben des Waidorama vertieft eingegangen.