Fundament und Teile der Aussenwände der drei ZüriWCs stammen aus den 1970er-Jahren und sind damit über 50 Jahre alt und bis heute in Gebrauch.
Damit leistet die Stadt Zürich auch bei der Instandsetzung der ZüriWCs einen Beitrag zur Senkung der indirekten Treibhausgasemissionen aus der Erstellung. Erste Einschätzungen zeigen, dass durch die Weiterverwendung der bestehenden Betonelemente gegenüber einem Neubau aus Beton rund 30 % Treibhausgasemissionen und etwa 20 % Kosten eingespart werden können.
Auf den Dächern der drei instandgesetzten ZüriWCs entstehen neue Lebensräume für seltene und bedrohte Pflanzen. Verwendet wird nährstoffarmer Naturboden aus dem Raum Zürich, der gute Voraussetzungen für eine vielfältige heimische Pflanzen- und Tierwelt bietet.
Statt einer herkömmlichen Samenmischung kommt Schnittgut vom Gelände des Seewasserwerks Moos in Wollishofen zum Einsatz. Für die Begrünung der dortigen Dächer wurde bereits 1917 Naturboden verwendet. Über Jahrzehnte konnte sich dadurch eine vielfältige und schützenswerte Pflanzenwelt entwickeln. So gelangen Samen verschiedener Pflanzenarten auf die Dächer und können sich dort ansiedeln.
Ergänzend zieht die ZHAW im Rahmen eines Pilotprojekts seltene, geschützte Orchideenarten für die ZüriWC-Dächer heran. Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten zeigen, dass sich Orchideen auch auf Dächern erfolgreich entwickeln können.
Erste Ergebnisse sehen wir hoffentlich bereits im Frühling 2027.