Die Stadt Zürich verwaltet das Atelier des Zürcher Bildhauers Hermann Haller (1880−1950), eine Schenkung der Erben von Haller. Es befindet sich im Seefeld in unmittelbarer Nachbarschaft zum Pavillon Le Corbusier und dem Zentrum Architektur Zürich. Das Atelier wurde 1932 gebaut. Es ist im Inventar der geschützten Bauten eingetragen. Nach der Instandsetzung ist es ab Sommer 2026 wieder zugänglich. Gezeigt werden zunächst unter anderem Neuankäufe für die Kunstsammlung der Stadt Zürich. Aus konservatorischen Gründen werden die Werke von Hermann Haller voraussichtlich ab Sommer 2028 wieder ausgestellt werden können
Digitale Technologien haben die jahrhundertealte Tradition der Bildhauerei und Plastik stark verändert. Während Hermann Haller noch mit Ton, Gips, Englischzement und Bronze arbeitete, experimentieren Künstler:innen längst mit am Computer entwickelten Animationen, Scans und 3D-Drucken.
Einige Beispiele für diese veränderte künstlerische Praxis zeigt die diesjährige Ausstellung im Atelier Hermann Haller. Im historischen Arbeitsraum des Bildhauers sind zeitgenössische Werke aus der städtischen Kunstsammlung zu sehen. Sie arbeiten mit neuen Materialitäten oder inszenieren virtuelle Räume. Mit ihren Arbeiten spiegeln das Künstlerduo Fürer Nielsen, Thomas Julier, Lithic Alliance sowie Mélodie Mousset die Übergänge zwischen physischem und digitalem Raum, Materialisierung und Entmaterialisierung. Sie weisen auf das heutige Spannungsfeld der künstlerischen Produktion zwischen Handwerk und digitaler Erzeugung hin, formulieren das Verhältnis von Original und Reproduktion neu, spielen mit den Registern von Perfektion und Imperfektion.
Kuratiert von Sabine Rusterholz Petko
Begleitet von volumes bookshelf: *.sculptr, from the archive
Publikationen aus dem volumes archive, die mit den künstlerischen Positionen der Ausstellung und dem Atelier Hermann Haller in Dialog treten.
- Eröffnung: Fr, 5. Juni, 18–20 Uhr
- Book-Launch «Hefte Hermann Haller», 3. Juli, 17 Uhr
Mit den Autorinnen Salome Hohl und Sabine Rusterholz Petko, 18 Uhr Rundgang mit Viviane Mathis - Lange Nacht der Museen, 5. September, 18–00 Uhr
Kurz-Rundgänge, 19 Uhr, 21 Uhr, 23 Uhr, je 20 min
Durchgehend volumes reading room - Artist Talk, Sonntag, 13. Sept, 13 Uhr
Ein Austausch zu Material- und Arbeitsprozessen in realen und digitalen Räumen mit den Kunstschaffenden Thomas Julier, Lithic Alliance und der Kuratorin Sabine Rusterholz Petko - Book-Launch, So, 4. Oktober, 15–18 Uhr
«Aftermath», Publikation von Thomas Julier, erscheint im Verlag Jungle Books
Mit den Autoren Thomas Julier und Zeno Capatti und den Mitwirkenden Sophie Haberland und Adrien Kaeser
Aufsicht & Vermittlung: Cristiana Contu, Jonas Lendenmann, Viviane Mathis, Pauline Petko
Technik: René Fahrni
Sa, 1. August 2026, Bundesfeiertag
Sa, 8. August 2026, Street Parade