Seit drei Jahrzehnten reist der Fotograf Markus Bühler nach Qaanaaq. Im nördlichsten Teil Grönlands ticken die Uhren anders – und die Menschen auch. Die Arktis ist von der Natur und dem Wetter bestimmt, unvorhersehbar und ganz im Rhythmus des Augenblicks. Fasziniert vom Leben im hohen Norden dokumentiert Bühler die Inuit im Wandel der Zeit. Seine Bilder erzählen von einer Welt, die sich rasant verändert und von Menschen, deren traditionelle Lebensweise als Jäger bedrohter ist denn je. Die Spuren des Klimawandels sind unübersehbar. Während die Eiskante näher rückt, besinnen sich junge Inuit trotz allem auf ihre Traditionen. Sie möchten wieder lernen, auf dem Eis zu jagen.
Bühler dokumentiert gemeinsam mit seinem Sohn, dem Nachwuchsfilmer Nils Bühler, wie Aleqatsiaq Peary seinem Sohn Jonas das Überleben auf dem Eis beibringt. Zwei Väter, zwei Söhne, vier Blicke auf eine Welt im Wandel.
Der junge Filmer Nils Bühler hat seinen Vater auf der Reise nach Qaanaaq begleitet. Während Markus Bühler auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblickt, ist für Nils jeder Schritt in der Arktis neu und jede Filmeinstellung die erste. Sein Film vermittelt seine persönliche Sicht auf Grönland und seine Begegnungen mit den Menschen in Qaanaaq. Er reflektiert nicht nur die Beziehung zu seinem Vater und die Perspektive der jungen Generation, sondern sucht den gemein samen Nenner – mit überraschenden Schlussfolgerungen. Wird Nils auf seiner Expedition fündig? Ímmaqa – maybe!
Filmvorführung in der Sonderausstellung, 27 min.