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Umstellung von Gas auf klimafreundliche Energie

Die Wärmeversorgung der Stadt Zürich wird auf umweltfreundliche Energien umgestellt. Unter anderem werden in den kommenden rund 20 Jahren die Fernwärmenetze etappenweise weiter ausgebaut. 

In Gebieten, die bereits heute oder künftig mit Fernwärme versorgt werden, wird das Gasnetz schrittweise stillgelegt. Den Anfang macht das Fernwärmegebiet Zürich Nord. Zudem erstellt Energie 360° seit Juni 2021 in der ganzen Stadt grundsätzlich keine neuen Gasanschlüsse für Raumwärme und Warmwasser mehr.

In den Gebieten, die nicht durch Fernwärmenetze erschlossen werden, sollten fossile Heizsysteme primär durch erneuerbare Einzellösungen (beispielsweise Erdwärme- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen) ersetzt werden. Da das Potential von Biogas beschränkt ist, sollte dieses nur dort eingesetzt werden, wo keine Alternative besteht. Die Stadt Zürich empfiehlt Biogas entsprechend als Zwischenlösung, bis eine Wärmepumpe gebaut ist.

Wie kann ich mein Gebäude erneuerbar heizen?

Welche erneuerbaren Energieträger an Ihrem Standort verfügbar sind, erfahren Sie auf der Informationsplattform EnerGIS. Geben Sie dazu einfach Ihre Adresse ein und Sie erhalten Informationen zu Ihren Möglichkeiten.

Adresse in der Stadt Zürich:

Energieberatung Stadt Zürich
Klimabüro
Beatenplatz 2
8001 Zürich

Zuständigkeit

Ihre Anfrage an die Energieberatung bearbeiten Fachleute von ewz, UGZ und Wärme Zürich.

Vorgehen beim Umstieg von Gas auf Fernwärme

Für die Umstellung von der Versorgung durch Gas zur Versorgung durch Fernwärme gibt es verschiedene praktische Vorgehensweisen: Bei einem Direktumstieg werden die Erschliessung eines Strassenzugs mit einem Fernwärmenetz und die Stilllegung des Gasnetzes gemeinsam geplant. Eine Alternative wäre, Fernwärme- und Gasnetz während einer befristeten Übergangszeit parallel zu betreiben, bevor das Gasnetz endgültig stillgelegt wird. 

Eine Studie von Eicher+Pauli und Infras untersuchte Aufwand, technische Machbarkeit und Akzeptanz eines Direktumstiegs:

  • Direktumstiege sind technisch machbar und aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll.
  • Mit Ankündigung zehn Jahre im Voraus ist ein Direktumstieg auch für besonders betroffene Hauseigentümerschaften akzeptabel. Erfolgt der Umstieg bereits nach 5 bis 7 Jahren, wäre ein zweistufiger Übergang mit befristetem Parallelbetrieb und zwei möglichen Anschlusszeitpunkten denkbar.
  • Die möglichst frühe, klare und verbindliche Kommunikation sowie eine Ansprechperson bei der Stadt sind sehr wichtig.
  • Informations- und Beratungsangebote, die finanzielle Förderung sowie eine verbesserte Koordination der involvierten Behörden (optimierte Bewilligungsverfahren) sollten den Prozess begleiten.

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