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Bevölkerungsbefragung 2019

Wir haben nachgefragt! Die im Februar 2019 von gfs-zürich durchgeführte Umfrage mittels 500 Telefon-Interviews zeigt auf, dass die Zürcher Bevölkerung weiss, worum es geht: Vier von fünf Stadtzürcher kennen die 2000-Watt-Gesellschaft, zumindest dem Namen nach. Fast alle können konkrete Massnahmen nennen, wie die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen sind. Die Bereitschaft selber mitzuwirken ist hoch.

Wie gut kennen Sie die 2000-Watt-Gesellschaft, von kenne ich nicht, kenne ich dem Namen nach bis kenne ich gut?

Knapp vier von fünf StadtzürcherInnen (78 %) kennen die 2000-Watt-Gesellschaft zumindest dem Namen nach. Damit ist die Bekanntheit der 2000-Watt-Gesellschaft in den letzten 10 Jahren von 43 % (2009) auf 78 % (2019) gestiegen.

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an die 2000-Watt-Gesellschaft denken?

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) bringt die 2000-Watt-Gesellschaft mit dem Thema Energie in Verbindung. Nur 3 % aller Befragten assoziieren die 2000-Watt-Gesellschaft spontan mit einer Reduktion von Treibhausgasen. Die 2000-Watt-Gesellschaft wird selten mit Negativem assoziiert.

Wie können Sie Ihrer Meinung nach persönlich dazu beitragen, die genannten Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?

Neun von zehn StadtzürcherInnen (90%) kennen konkrete Massnahmen, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Am häufigsten wurden folgende Massnahmen genannt: weniger Autofahren (33%), Strom sparen (28%), weniger Fliegen (19%), weniger heizen (17%), weniger Fleisch essen / Konsum (15%), den öffentlichen Verkehr benutzen (13%) oder Hausbau / Isolierung (12%). Rund 10% der Befragten wissen nicht, wie sie dem Klimawandel entgegenwirken können oder sind nicht daran interessiert.

Welche der folgenden Massnahmen setzen Sie persönlich um, um die genannten Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen?

Folgende vier Massnahmen werden von den StadtzürcherInnen oft bis sehr oft umgesetzt: regionale Produkte kaufen (70%), Wohnung nicht überheizen (67%), wenig Auto fahren (59%) und mengenmässig wenig einkaufen (59%). Hingegen werden die beiden Massnahmen, auf Flugreisen (46%) und Warmwasser (38%) zu verzichten, deutlich weniger oft umgesetzt. Zudem gibt fast ein Drittel der Befragten (32%) an, dass sie nie oder fast nie auf Flugreisen verzichten.

Inwiefern sind Sie insgesamt bereit, Ihren Lebensstil in Zukunft zugunsten der 2000-Watt-Gesellschaft einzuschränken?

Über die Hälfte der Befragten (58%) zeigt eine hohe bis sehr hohe Bereitschaft, sich in Zukunft zugunsten der 2000-Watt-Gesellschaft einzuschränken. Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28%) zeigt eine mittlere Bereitschaft. Hingegen ist es eine Minderheit (13%), die (überhaupt) nicht bereit ist, sich für die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft einzuschränken.

Nehmen wir mal an, dass die Bekämpfung des Klimawandels von jedem Menschen einschneidende Massnahmen erfordert. Welche der folgenden Massnahmen würden Sie am ehesten umsetzen?

Am ehesten würden die StadtzürcherInnen in der Zukunft die Massnahmen «regionale Produkte kaufen» (26%), «auf Flugreisen verzichten» (25%) und «wenig Auto fahren» (20%) umsetzen.

Und welche dieser Massnahmen würden Sie auf keinen Fall umsetzen?

Auf keinen Fall würden die StadtzürcherInnen in der Zukunft die Massnahmen «wenig Warmwasser brauchen» (23%), «auf Flugreisen verzichten» (23%) und «wenig Auto fahren» (17%) umsetzen. Es fällt auf, dass das Thema Autofahren und Fliegen sowohl am ehesten als auch auf keinen Fall in der Zukunft umgesetzt würde. Diese beiden Themen polarisieren.

Woher bzw. vom wen haben Sie Ihr Wissen zur 2000-Watt-Gesellschaft?

Eine grosse Mehrheit (72%) der Zürcher Stadtbevölkerung hat das Wissen zur 2000-Watt-Gesellschaft aus den Medien / Fachmedien (Radio, Fernsehen, Zeitungen, Zeitschriften). Rund jeder Neunte (11%) hat das Wissen zur 2000-Watt-Gesellschaft aus dem Internet / Social Media.

Wünschen Sie sich mehr Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft?

Die Hälfte der Befragten (50%) wünscht sich weitere Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft.

Welche weiteren Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft wünschen Sie sich?

Falls weitere Informationen gewünscht werden, äussern mehr als ein Drittel der Befragten (38%), dass sie sich weitere Informationen, Tipps und Tricks wünschen, um Energie zu sparen (konkrete Umsetzungsmassnahmen). Jeder Fünfte (20%) wünscht sich hingegen allgemeine Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft. Allgemeine Informationen zur 2000-Watt-Gesellschaft werden vor allem von Befragten gewünscht, die die 2000-Watt-Gesellschaft nicht kennen (38%). Hingegen wünschen sich vier von zehn Befragten (40%), die die 2000-Watt-Gesellschaft kennen, eher konkrete Informationen, Tipps und Tricks, um Energie zu sparen.

Wer ist aus Ihrer Sicht für die Bekämpfung des Klimawandels verantwortlich?

Mittelwerte MW; Skala: von 1 = «überhaupt nicht verantwortlich» bis 5 = «voll und ganz verantwortlich». Der Zürcher Stadtbevölkerung ist bewusst, dass verschiedene Akteure (und nicht ein Akteur alleine) für die Bekämpfung des Klimawandels verantwortlich sind (Politik (MW: 4.3), Wirtschaft (MW: 4.3), Bevölkerung (MW: 4.2), Ich selbst (MW: 4.1), Verwaltung (MW: 4.0), Umweltschutzorganisationen (MW: 3.7)).

Welche der folgenden Massnahmen sollte die Stadt Zürich umsetzen?

Alle abgefragten Massnahmen werden von mehr als der Hälfte der Befragten unterstützt. Den StadtzürcherInnen ist vor allem sehr wichtig, dass die Stadt als Vorbild handelt (MW: 4.1). Die Besteuerung von Energie (MW: 3.5) erreicht den tiefsten Wert.

Im Folgenden lese ich Ihnen verschiedene Aussagen zum Thema 2000-Watt-Gesellschaft vor. Wie stark treffen diese Aussagen Ihrer Meinung nach zu?

Mittelwerte MW; Skala: 1 = «trifft überhaupt nicht zu» bis 5 = «trifft voll und ganz zu». Für die Stadtzürcher Bevölkerung ist sehr klar, dass alle einen Beitrag leisten müssen, um die Klimaerwärmung abzuschwächen (MW: 4.6), dass heute mit der Umsetzung begonnen werden muss (MW: 4.4) und die Folgen des Klimawandels nicht überbewertet werden (MW: 1.9). Der Energieverbrauch in Zürich macht den StadtzürcherInnen mittelstarke Sorgen (MW: 3.1).

Was ist Ihrer Meinung nach dringender?

Für mehr als die Hälfte der Befragten ist die Reduktion von Treibhausgasen (55%) dringender als die Reduktion des Energieverbrauchs (25%).

Wenn Sie eine öffentliche Kampagne machen müssten, um den umweltbelastenden Energieverbrauch in der Stadt Zürich zu reduzieren, würden Sie eine solche Kampagne unter dem Namen "Klimaschutz" oder unter dem Namen "2000-Watt-Gesellschaft" laufen lassen?

Rund drei Viertel aller Befragten (73%) würden eine öffentliche Umweltkampagne unter dem Namen Klimaschutz laufen lassen, wenn sie zwischen Klimaschutz, 2000-Watt-Gesellschaft oder einem frei wählbarem Namen wählen könnten. Hingegen sind es 15% der befragten StadtzürcherInnen, die mit dem Namen 2000-Watt-Gesellschaft in der Öffentlichkeit auftreten würden. Einige Befragte nennen eigene Vorschläge, wobei auffällt, dass sehr oft ein Zeitaspekt vorhanden ist (Beispiele: «5 vor 12», «Grüne Stadt der Zukunft», «Die Wende beginnt heute»).

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