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Instandsetzung und Erweiterung VBZ Busgarage Hardau

Neue Bustechnologien sowie Veränderungen in der Busflotte erforderten eine Instandsetzung und Erweiterung der 1969 erstellten VBZ-Busgarage Hardau. Die neue Anlage mit den beiden Gebäudeteilen – Servicetrakt und Servicegebäude – dient den Verkehrsbetrieben Zürich VBZ als Kompetenzzentrum für die Instandhaltung ihrer Busflotte.

Nord-West-Fassade Servicetrakt mit Hardautürmen im Hintergrund (© Roger Frei, Zürich)
Nord-West-Fassade Servicetrakt mit Hardautürmen im Hintergrund (© Roger Frei, Zürich)

  • Bauherrschaft
    Stadt Zürich
  • Eigentümervertretung
    Verkehrsbetriebe Zürich
  • Bauherrenvertretung
    Amt für Hochbauten
  • Architektur
    Müller Sigrist Architekten AG, Zürich,
    Pasquale Baurealisation, Zürich
  • Gesamtleitung
    Basler & Hofmann AG, Zürich
  • Bauingenieurwesen
    ACS Partner AG, Zürich
  • HLKS-Ingenieurwesen/Bustechnik
    Amstein + Walthert AG, Zürich

  • Auswahlverfahren
    Planerwahl, 2013
  • Politischer Prozess
    abgeschlossen
  • Objektkredit
    CHF 41.669 Mio.
  • Bauzeit
    2017 – 2020

Die VBZ Busgarage Hardau wurde in den Jahren 1965–1969 nach Plänen der Architektengemeinschaft Casetti und Rohrer erstellt. Inzwischen ist die Busflotte stetig gewachsen und längere Fahrzeuge mit Niederflurtechnik wie auch andere Antriebstechnologien erforderten eine zwingende Anpassung der Infrastruktur für den Flottenunterhalt. Der Servicebetrieb, der den Unterhalt von über 160 Bussen sicherstellt, wurde während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. Entsprechend waren die Bauarbeiten technisch und koordinativ höchst komplex und anspruchsvoll. 

Zeitgemässes Infrastrukturgebäude nachhaltig erneuert

Mit der Instandsetzung und Erweiterung des Servicetrakts und des Servicegebäudes wurden bauliche und betriebliche Aspekte verbessert. Im neuen Servicetrakt sind neun Arbeitsstände mit Arbeitsbühnen für die Businstandhaltung, eine Prüfstrasse für die Motorfahrzeugkontrolle sowie eine Waschkabine untergebracht. Die neue lichtdurchflutete Halle ermöglicht optimale Arbeitsabläufe und trägt zu einem angenehmen Arbeitsklima für das Werkstattpersonal bei.

Das neue Servicegebäude umfasst Büros, Schulungsräume der Fahrschule, Aufenthaltsräume und Garderoben sowie das Reifen- und Kleinteilelager. Auf dem Dach produziert eine Photovoltaikanlage auf einer Modulfläche von rund  1 200 m² gut 170 000 kWh/Jahr Strom, der dem Betrieb zugeführt wird.

Mit den neuen Gebäuden wird am bestehenden und vielfältigen Gebäudekonglomerat auf selbstverständliche Art und Weise weiter gebaut. Die unterschiedlichen Teile gliedern zum einen das grosse Ganze und stärken zum andern das Ensemble durch ihre übergeordnete architektonische Sprache. Der Servicetrakt weist neu eine ansprechende Frontfassade zur Bullingerstrasse hin auf und bildet mit seiner, sich über die ganze Fassadenlänge erstreckende Toranlage, das Gegenstück zur Abstellhalleneinfahrt im Nordwesten. Das Servicegebäude hingegen dient dazwischenliegend etwas rückwärtig zwischen Busgarage, Servicetrakt und Dienstgebäude dem Ensemble als Scharnier, hält die einzelnen Gebäude zusammen und fungiert dadurch städtebaulich als Zentrum, um das sich die anderen Gebäudeteile gruppieren. Ein Ort mit hohen Aufenthaltsqualitäten für die Belegschaft ist zudem zwischen dem Gebäude an der Bullingerstrasse und den Neubauten entstanden. Durch die Tieferlegung dieses Bereiches profitieren die Räume im Untergeschoss von Tageslicht und konnte ein begrünter Innenhof für das Personal geschaffen werden. 

Raumhaltige Stahlkonstruktion

Das dreigeschossige Servicegebäude wurde aufgrund der unterschiedlichen Nutzungsanforderungen als Massivbau in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Der Servicetrakt hingegen als neuer Mittelpunkt des Ensembles, der die Werkstätten beherbergt, ist in der Tradition des Hallenbaus als raumhaltige Stahlkonstruktion mit Sheddächern ausgeführt.

Zum Überspannen der Halle wurde eine Fachwerkstruktur gewählt, die zum einen das Raster der Achsen der bestehenden Halle übernimmt und zum andern gleichzeitig eine zweite Arbeitsebene bildet, von wo aus auf den Dächern der Busse gearbeitet werden kann. Dadurch verschmelzen zwei Funktionen zu einem logischen Ganzen und geben der Halle trotz ihres hohen Grades an technischer Ausrüstung eine Grosszügigkeit entsprechend dem Bedürfnis, möglichst viel Licht und Luft für die Werkstattarbeiten zu erreichen.
Patrick Fischer, Müller Sigrist Architekten AG, Zürich

Standort

VBZ Busgarage Hardau
Bullingerstrasse 89
8004 Zürich

Aktuelle Veranstaltungen und Ausstellungen

Derzeit finden keine Veranstaltungen bzw. Ausstellungen statt.

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