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Ersatzneubau Tanzhaus Wasserwerkstrasse 127a

Der Neubau für das Tanzhaus in Zürich-Wipkingen ersetzt das städtische Gebäude an der Wasserwerkstrasse 127a, das im Herbst 2012 bis auf die Grundmauern niederbrannte. Einst ratterten in der Halle die Maschinen der Seidenweberei; seit einiger Zeit wurden die weiten und hohen Räume von der Schweizerischen Textilfachschule (STF) und dem Verein Tanzhaus Zürich genutzt. Nach dem so genannten Brandstattrecht (§ 307 PBG) muss das neue Gebäude an der gleichen Stelle und im gleichen Umfang erstellt werden.

2014 organisierte das Amt für Hochbauten einen Projektwettbewerb, aus dem das renommierte Architekturbüro Barozzi/Veiga aus Barcelona siegreich hervorging. Für das Tanzhaus Zürich (die Textilfachschule zog 2015 aus ihren Räumen an der Wasserwerkstrasse aus) entwarfen sie ein sowohl aussen als auch innen klar lesbares Gebäude.

Die Architekten rückten das neue Haus von der äussersten, erlaubten Baulinie am Kloster-Fahr-Weg zurück und ermöglichen damit eine Verbreiterung dieses beliebten Spazierwegs. Barozzi/Veiga ist es gelungen, den Ersatzneubau präzise in das denkmalgeschützte Gebäudeensemble einzubetten. Die Dachflächen dienen als grosszügige Terrassen, die alle öffentlichen Räume zwischen den Häusern zusammenbringt und damit ein neues Zentrum schafft.

Das flache, Minergie-ECO zertifizierte Gebäude, treppt sich in Richtung Fluss ab und zeigt dort seine eigentliche Fassade: Eine ausdrucksstarke Abfolge von stehenden Dreiecken, die abwechselnd in massivem Beton oder als durchscheinende und begrünte Glasschicht in Erscheinung treten. Der Ersatzneubau präsentiert sich hier als selbstbewusster Kulturbau, der die Bedeutung des Tanzhauses als eines der wichtigsten Zentren für das zeitgenössische Tanzschaffen in der Schweiz abbildet. Im Inneren verläuft über die ganze Länge der Fassade ein Foyer, von dem aus die Produktionsräume und die Bühne erschlossen sind. Der über zwei Geschosse reichende Saal wird seitlich mit Tageslicht versorgt. Büroflächen im Stockwerk darüber ergänzen das Raumangebot für das Tanzhaus. Kunst und Bau fügt dem Tanzhaus ein «Videofenster» hinzu, das in einer auf fünf Jahre angelegten wechselnden Programmierung eine Vielfalt von Videoarbeiten mit Bezug zum Tanz zeigt.

Text: Caspar Schärer

  • Bauherrschaft: Immobilien Stadt Zürich
  • Vertreten durch: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten
  • Architektur: Barozzi/Veiga, Barcelona
  • Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten, Zürich
  • Kreditsumme: 10.898 Mio. Franken (inkl. Reserven)
  • Bauzeit: 2016 – 2019

Standort

Tanzhaus Wasserwerkstrasse 127a
Wasserwerkstrasse 127a
8037 Zürich

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