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Koch-Areal

Das städtische Koch-Areal bietet ein grosses Entwicklungspotenzial im Quartier Letzi. Zusammen mit der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ), der Bau- und Wohngenossenschaft Kraftwerk1 und der Immobilienentwicklerin SENN will die Stadt Zürich bis 2023 rund 350 gemeinnützige Wohnungen, ein grosses Gewerbehaus und einen Quartierpark realisieren.

Luftbild Perimeter Guggach III

Ein Areal – vier Baufelder – vier Wettbewerbsverfahren

Baufelder Koch-Areal

Der Wettbewerbsperimeter ist in vier Baufelder aufgeteilt. Die Baufelder A (SENN) mit rund 4750 m², B (ABZ) mit rund 4700 m² und C (Kraftwerk1) mit rund 6850 m² sind für Wohn- und Gewerbebauten vorgesehen. Auf der restlichen Arealfläche (QP) von rund 13 200 m² soll ein öffentlicher Quartierpark entstehen. Für jedes Baufeld wird ein separater Projektwettbewerb durchgeführt.

Die Wettbewerbsausschreibungen zu den Baufeldern A bis C richten sich an Fachleute aus dem Bereich Architektur. Für den Quartierpark mit der denkmalgeschützten ehemaligen Kohlenlagerhalle (Baufeld QP) sind Fachleute aus dem Bereich Landschaftsarchitektur eingeladen, sich zu bewerben. Für die Baufelder A bis C wurden je 10 Architekturteams, für das Baufeld QP 15 Landschaftsarchitekturteams für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.

 

Termine Projektwettbewerbe

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat am 10. Juni 2018 der städtischen Vorlage «Gemeinnütziger Wohnungsbau auf dem Koch-Areal» für die nächsten Planungsschritte zugestimmt, und gleichzeitig die FDP-Volksinitiative «Wohnen und Leben auf dem Koch-Areal» abgelehnt. Die vier Projektwettbewerbe starten Mitte Juli 2018. Dann wird die detaillierte Aufgabenstellung an die ausgewählten Teams ausgegeben. Anschliessend haben die Teams rund vier Monate Zeit, um einen entsprechenden Projektvorschlag auszuarbeiten und anonym einzureichen. Der Wettbewerbsentscheid wird voraussichtlich im Frühsommer 2019 veröffentlicht.

Auf dem Koch-Areal soll ein neues Zentrum entstehen. Aufgrund seiner Offenheit, dem Freiraumangebot und seiner Nutzungsdurchmischung hat das Areal grosses Potenzial, ein beliebter Quartiertreffpunkt zu werden.

Baufelder B und C: Wohnen, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen

Die ABZ und Kraftwerk 1 planen auf den Baufeldern B und C rund 350 gemeinnützige Wohnungen für ein breites Publikum. Die Wohnbauten sollen eine hohe Wohnqualität bieten, wirtschaftlich sein, eine gute Energiebilanz (inkl. Grauer Energie) aufweisen und mit den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft vereinbar sein. Den beiden Bauträgerinnen ist zudem wichtig, einen Beitrag zur Biodiversität und Verbesserung des Stadtklimas z.B. über Fassadenbegrünung zu leisten.

Die Erdgeschossflächen in beiden Wohnhäusern sollen für publikumsorientierte Gewerbenutzungen sowie einen Kindergarten Platz bieten. Wie das breite Wohnungsangebot von 2- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen im Detail ausgestaltet wird, soll im Rahmen des Architekturwettbewerbs festgelegt werden.

Baufeld A: Gewerbe

Auf dem Baufeld A plant die Immobilienentwicklerin SENN ein Gewerbehaus, das auf die Rahmenbedingungen urbaner Produktion im 21. Jahrhundert massgeschneidert werden soll. Es soll ein «rohes», effizientes und günstiges Gewerbehaus entstehen, das Raum zum Denken und Produzieren bietet. Als eine Art vertikale Fabrik – ausgelegt auch für kleinteilige Strukturen – soll es flexibel genug sein, um Gewerbe im Kleinen und im Grossen zu beherbergen.

Das Gewerbehochhaus soll zur Identität des Quartiers beitragen, indem es sich in die Umgebung einreiht und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Baufeld QP: Quartierpark

Der Quartierpark bildet den Mittelpunkt der neu entstehenden Überbauung. Er soll zur «grünen Lunge» des Quartiers werden und die Quartierbevölkerung (Bewohnerinnen und Bewohner, Beschäftigte) einladen, den Raum zu nutzen und zu beleben. Die Gestaltung der ebenerdigen Freiräume des Areals umfasst den Park und die Freiräume der Gebäude bis zur Fassade. Ziel ist es, dass die Überbauung der drei Baufelder und der Quartierpark als ein Ganzes wahrgenommen werden.

Der Quartierpark soll vielseitig und flexibel nutzbar sein und zu allen Tages- und Jahreszeiten zum Verweilen einladen. Die Rundholzhalle, die früher als Kohlelagerhalle genutzt wurde, wurde von der Denkmalpflegekommission als schutzwürdig eingestuft. Sie soll deshalb erhalten bleiben und in den Park identitätsstiftender Bestandteil integriert werden.

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