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Verschwundene Orte

Zürcher Klöster und Kapellen: von den Reformatoren abgeschafft – Eine Ausstellung vom 8. Juni bis 23. September 2018 im Haus zum Rech.

Kirchen, Klöster und Kapellen sind durch ihre symbolische Bedeutung und architektonische Präsenz wichtige Orientierungspunkte. Um sie herum entstehen ganze Städte oder sie werden an markanten Orten errichtet und unterstreichen deren Bedeutung. Ihr Verschwinden ist umgekehrt eine Zäsur, welche die Wahrnehmung des Raumes verändert.

Die Reformation bedeutete für Zürich eine in vielerlei Hinsicht tiefgreifende Umwälzung. Eine davon stellt die Abschaffung vieler Kirchen, Klöstern und Kapellen dar. Einige dieser Bauwerke wurden unmittelbar nach der Reformation abgebrochen. Andere wurden zweckentfremdet und erst im Zuge des grossen Stadtwachstums im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert aus dem Weg geräumt. Die Ausstellung lässt einige dieser einst für Zürich wichtigen Bauten wieder aufleben. Die Ausstellung fragt auch, für was sie standen und was die Reformatoren gegen sie hatten.

Der Vorgang im Anschluss an die Reformation hat einen aktuellen Bezug. Auch heute stehen wieder überzählige Kirchen zur Diskussion. Die Gründe dafür sind allerdings andere.

Heutige Sicht vom Amtshaus 4 Richtung Limmat Rekonstruktion des ehemaligen Oetenbach-Klosters.

Das ehemalige Kloster Oetenbach im heutigen Stadtgefüge zwischen Urania- und Lindenhofstrasse. Blick aus dem städtischen Amtshaus IV.

Dieser und weitere Blicke in die Vergangenheit sind in der Ausstellung als grossformatige Kippbilder zu sehen. 

Die lange Nacht der Zürcher Museen

Zudem werden im Rahmen der langen Nacht der Zürcher Museen am 1. September 2018 um 20, 21, 22 und 23 Uhr kurze Führungen (20 Minuten) durch die Ausstellung «Verschwundene Orte» angeboten. Die Ausstellung ist an diesem Abend von 19 bis 2 Uhr geöffnet.

Im Kontext der internationalen Reformationsfeierlichkeiten haben Kanton und Stadt Zürich, die Evangelisch-reformierte Landeskirche, der Reformierte Stadtverband Zürich und Zürich Tourismus den Verein «500 Jahre Zürcher Reformation» ins Leben gerufen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Aktualität der Reformation – ihre spürbaren Nachwirkungen und gesellschaftlichen Prägungen im heutigen Zürich. Barbara Weber und Martin Heller wurden mit der inhaltlich-kuratorischen Gesamtleitung beauftragt; kritisch und neugierig entwickeln sie ein facettenreiches Langzeit-Festival für Stadt und Kanton – von Mitte 2017 bis Anfang 2019.
Weitere Informationen unter www.zh-reformation.ch.

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