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Medienmitteilungen

4. September 2012

Schulanlage Ilgen jetzt im Minergie-Standard

Die Primarschulanlage Ilgen wurde seit Anfang 2011 umfassend saniert und hat auf das neue Schuljahr den Betrieb wieder aufgenommen. Bei der offiziellen Eröffnung lobten die Stadträte André Odermatt und Gerold Lauber das gelungene Resultat, das Energieeffizienz und Denkmalpflege optimal mit den Ansprüchen der modernen Schule verbindet.

Die Schulanlage Ilgen in Zürich-Hottingen besteht aus zwei Gebäuden und einer Turnhalle – inmitten einer parkähnlichen Umgebung: Das Ilgen A aus dem Jahr 1877 ist denkmalpflegerisch sehr wertvoll. Entsprechend zurückhaltend war Architekt Wolfgang Rossbauer nun im Umgang mit den baulichen Eingriffen. Sie stärken die klassizistische Architektur, setzen aber auch einige zeitgenössische Akzente. So gab es zum Beispiel im Erdgeschoss einen neuen Mehrzwecksaal.

Voraussetzungen zur Integration aller Kinder

Das etwas jüngere Ilgen B konnte stärker an die Bedürfnisse des heutigen Schulbetriebs angepasst werden. Es erhielt unter anderem fünf Gruppenräume. In beiden Gebäuden sind neu sämtliche Geschosse rollstuhlgängig per Lift erschlossen. «Barrierefreier Zugang und Raum für die individuelle Förderung sind wichtige bauliche Massnahmen für eines unserer zentralen pädagogischen Anliegen, die Integration aller Kinder», betonte Stadtrat Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. Dass diese Massnahmen trotz zahlreicher baulicher Auflagen realisiert werden konnten, freue ihn besonders.

Verantwortung für prägende Gebäude Zürichs

Auch Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, würdigte die abgeschlossene Sanierung: «Die Gebäude haben ihr Gesicht aus dem 19. Jahrhundert zurückerhalten und sind trotzdem für den Schulbetrieb im 21. Jahrhundert gerüstet.» Die Stadt trage im Umgang mit dieser Bausubstanz eine grosse Verantwortung, denn die Bildungsbauten zählten zu Zürichs prägenden Gebäuden.

Dank moderner Haustechnik, Anschluss ans städtische Fernwärmenetz und energetischer Optimierungen der Fassaden erreicht die Schulanlage Ilgen den Minergie-Standard für Neubauten. «Das ist bei denkmalgeschützten Gebäuden eine bemerkenswerte Leistung», so Odermatt.

Neuer Garderobentrakt

Bei der Turnhalle wurden Ausgänge und Fluchtwege so angepasst, dass die Halle nun auch als Veranstaltungsort für bis zu 400 Personen zur Verfügung steht. Der Neubau des Garderobentrakts ergänzt die Instandsetzungsarbeiten.

Der Stadtrat hatte für das Projekt im September 2010 insgesamt 30 Millionen Franken bewilligt.

Thema: Bauen

Organisationseinheit: Hochbaudepartement, Schul- und Sportdepartement