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Max Frisch-Preis der Stadt Zürich

Max Frisch-Preis der Stadt Zürich

Der 1996 geschaffene Max Frisch-Preis der Stadt Zürich wird alle vier Jahre an Schriftstellerinnen und Schriftsteller im deutschsprachigen Raum verliehen und ist mit einer Preissume von CHF 50'000 dotiert.

Bisherige Preisträger waren

  • Tankred Dorst (1998)
  • Jörg Steiner (2002)
  • Ralf Rothmann (2006)
  • Barbara Honigmann (2010)
  • Robert Menasse (2014)

Mit dem Max Frisch-Preis sollen Autorinnen und Autoren ausgezeichnet werden, deren Arbeit in künstlerisch kompromissloser Form Grundfragen der demokratischen Gesellschaft thematisiert. Zuständig für für die Bestimmung der Preisträger ist die Max Frisch-Stiftung Zürich, den Preis und dessen Ausrichtung finanziert die Stadt Zürich.


Max Frisch-Preis 2014 an Robert Menasse

Der von der Stadt Zürich auf Antrag der Max Frisch-Stiftung ausgerichtete Max Frisch-Preis für das Jahr 2014 geht an den österreichischen Schriftsteller Robert Menasse.
Der Stiftungsrat der Max Frisch-Stiftung begründet diesen Preis wie folgt: «Die Auszeichnung gilt einem umfangreichen und breit gefächerten, insbesondere Romane und Essays umfassenden Gesamtwerk, das auf herausragende Weise literarische Meisterschaft, intellektuelle Schärfe, politisches Engagement und historisches Bewusstsein vereint.»

Der Preis wurde Robert Menasse am Sonntag, 11. Mai 2014, in einer öffentlichen Feier im Schauspielhaus Zürich übergeben.


Robert Menasse hat ein breites Werk vorgelegt, das sowohl Romane wie Essays umfasst. Zu den Hauptwerken zählen die Romane «Sinnliche Gewissheit» (1988), «Selige Zeiten, brüchige Welt» (1991) und «Schubumkehr» (1995), die er zur «Trilogie der Entgeisterung» zusammenfasste. Mit «Die Vertreibung aus der Hölle» (2001), «Don Juan de la Mancha» (2007) sowie «Dr. Hoechst – Ein Faust-Spiel» (2013) setzte Menasse dieses Romanwerk fort.
Mit kritischen Essays begleitet er unentwegt sein Heimatland: «Die sozialpartnerschaftliche Ästhetik. Essays zum österreichischen Geist» (1990), «Das Land ohne Eigenschaften» (1993), «Hysterien und andere historische Irrtümer» (1996), «Erklär mir Österreich. Essays zur österreichischen Geschichte» (2000), «Ich kann jeder sagen. Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung» (2009), «Permanente Revolution der Begriffe: Vorträge zur Kritik der Abklärung» (2009), «Der Europäische Landbote: Die Wut der Bürger und der Friede Europas oder Warum die geschenkte Demokratie einer erkämpften weichen muss» (2012).
Seine eigene poetologische Selbstvergewisserung formulierte Menasse in den Frankfurter Poetikvorlesungen 2006 unter dem Titel «Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung».


Max Frisch-Preis 2010

Max Frisch-Preis 2010 wurde Barbara Honigmann verliehen und zur Feier des 100. Geburtstages von Max Frisch am 15. Mai 2011 im Schauspielhaus Zürich übergeben.

Aus der Begründung des Stiftungsrates der Max Frisch-Stiftung: "Die Auszeichnung gilt einem Gesamtwerk, das in einer Sprache von bestechender Klarheit, mit scharfem Blick und aufblitzender Ironie das Leben jüdischer Emigranten und Heimkehrer in Europa und im geteilten Deutschland beschreibt."



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