Klangraum

Akustische Welten der indigenen Völker Nordamerikas

Im Klangraum fegt der Nordwind über die Tundra, geheimnisvolle Rufe hallen über den Pazifik, Kinder singen, Künstler schnitzen an ihren ­Holzmasken, und das Echo einer Trommel hallt durch den Canyon de Chelly. Im NONAM entführen wir die Besucherinnen und Besucher – für einmal nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren – in die Welt der Inuit am ­Polarkreis, der Kwakiutl an der pazifischen Nordwestküste ­Kanadas sowie der Hopi und Navajo im Südwesten der USA.

Indianer und Inuit verwendeten ursprünglich keine Schriftsprachen. Die Aufnahme und Weitergabe von Information basierte im Wesent­lichen auf akustischer Kommunikation und oraler Überlieferung. Hören war häufig überlebenswichtig, denn das Gehör versagt weder bei ­Dunkelheit noch im Schlaf. Heute übermitteln wir unzählige Daten ­elektronisch und ohne die Notwendigkeit zu Hören. Darüber scheinen wir zu vergessen, wie viele ­Informationen wir unbewusst und unverarbeitet über das Gehör aufnehmen. 

 

Klangbeispiele

Das Projekt «Klangraum - Akustische Welten der Völker Nordamerikas» wurde 2010 von der Schweizerischen UNESCO-Kommission als Beitrag zum Jahr der Annäherung der Kulturen anerkannt Initiator der Klangwelten: Auditorium Mundi, Wiesbaden Erstellung der Klangwelten: Harald Brandt, Hein Schoer, Richard Schuckmann Mitautoren: Christian Calon, Montral; Phillippe le Goff, Paris Wissenschaftliche Mitarbeit NONAM: Monika Egli, Karin Isernhagen
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