Der Newsletter «Zürich International» informiert Sie über Wissenswertes aus anderen Städten und über Resultate aus den vielfältigen internationalen Verflechtungen der Stadt Zürich
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Newsletter «Zürich International»

Dezember 2017

Wir Informieren Sie mit diesem Newsletter über Wissenswertes aus anderen Städten und über Resultate aus den vielfältigen internationalen Verflechtungen der Stadt Zürich. Wir freuen uns, wenn Sie den Newsletter auch weiteren interessierten Personen empfehlen.

Erst-Flucht-Stadt: offizieller Start der Projektpartnerschaft mit Tyros
Bürgermeister Hassan M. Dbouk, Bürgermeister von Tyros (links), zusammen mit Stadtpräsidentin Corine Mauch und dem Direktor von UN-Habitat Libanon, Tarek Osseiran (rechts)
 

Im Rahmen des ersten Delegationsbesuchs der Behörden der libanesischen Stadt Tyros und von UN-Habitat Libanon in Zürich unterzeichneten Hassan M. Dbouk, Bürgermeister von Tyros, Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich und Tarek Osseiran, Direktor UN-Habitat Libanon, ein gemeinsames Memorandum of Understanding, das die Kernpunkte der Projekt-Partnerschaft zwischen Zürich und der südlibanesischen Küstenstadt Tyros festhält. Damit haben die beiden Städte ihre Zusammenarbeit offiziell aufgenommen.

Ziel ist es, die Stadt Tyros so zu unterstützen, dass sie lokale Herausforderungen im Zusammenhang mit der syrischen Flüchtlingskrise besser meistern kann. Für das Schaffen zusätzlicher Expertenstellen in Tyros, für die Weiterbildung kommunaler Angestellter, für den fachlichen Austausch und insbesondere für das Umsetzen konkreter Massnahmen stellt Zürich in den nächsten zwei Jahren rund 350 000 Franken zur Verfügung. Die Stadt Tyros und UN-Habitat bringen Sachleistungen und Personalressourcen in die Partnerschaft ein.

Der nächste Schritt in der nun begonnenen Zusammenarbeit ist das Festlegen von Prioritäten und konkreten Aktivitäten im Rahmen der Projektpartnerschaft. Handlungsbedarf besteht grundsätzlich in fast allen Bereichen städtischer Dienstleistungen, leben im Grossraum Tyros derzeit doch rund 260 000 Menschen, wovon rund 120 000 syrische und palästinensische Flüchtlinge sind. Getragen wird die Kooperation von einem urbanen Pragmatismus, der das Wohl der gesamten lokalen Bevölkerung vor Augen hat.

Christina Wandeler, Aussenbeziehungen, Präsidialdepartement

Musikalischer Austausch mit dem Hohen Norden
Finnische Gäste in Zürich: v.l.n.r. Orchestermanagerin Laura Clewer, Direktorin Paula Jordan vom Espoo Music Institute, Direktor Erich Zumstein und Prorektorin Seung-Yeun Huh von MKZ
 

Musikschule Konservatorium Zürich (MKZ) im internationalen Austausch mit Finnischen Musikschulen

Als eine der grössten Musikschulen Europas hat MKZ den Anspruch, sein Angebotskurrikulum ständig zu aktualisieren. Dabei kann der oft zitierte «Blick über den Tellerrand» sehr hilfreich sein. Direktor Erich Zumstein und Seung-Yeun Huh, Prorektorin für Begabtenförderung an MKZ reisten diesen Herbst nach Finnland, um die Musikschulen in Helsinki und Espoo zu besuchen. Der Austausch förderte viele Gemeinsamkeiten zutage und mündete in einen Gegenbesuch zweier Vertreterinnen des Espoo Music Institute. Mit dieser Institution und dem East Helsinki Music Institute plant MKZ in näherer Zukunft eine intensive Zusammenarbeit, sei das eine Skandinavien-Tournee des Jugendsinfonieorchesters Zürich oder wechselnde Besuche von Lehrpersonen, um sich in gegenseitig befruchtender Atmosphäre über verschiedene Facetten der Musikpädagogik auszutauschen.

Rainer Fröhlich, Musikschule Konservatorium Zürich, Schul- und Sportdepartement

Nachhaltige und stadtverträgliche Mobilitätsplanung in der Ukraine

Am 19. Oktober reiste eine Delegation von Stadträten, Expertinnen und Experten für Regionalentwicklung der Städte Czernowitz, Poltawa, Winnyzja und Schytomyr, Kiew und Lemberg im Rahmen eines Projektes zur Integrierten Stadtentwicklung in der Ukraine nach Zürich. Das Projekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wird von der deutschen und schweizerischen Regierung gemeinsam finanziert. Eine Fachperson des Tiefbauamtes erläuterte der Delegation die Eckpfeiler der städtischen Mobilitätspolitik und Verkehrsplanung anhand der Strategie Stadtverkehr 2025 und ging speziell auf verschiedene Themen wie ÖV-Förderung, Parkraummanagement, Plafonierung des MIV- (motorisierter Individualverkehr)  Aufkommens, Konzepte zur Koexistenz der Verkehrsmittel und Aufwertung des Stadtraums ein. Es wurden einige realisierte Umsetzungsbeispiele gezeigt, die an der anschliessenden Begehung vor Ort besichtigt wurden (z.B. Aufwertung Bullingerplatz). Ebenfalls zur Sprache kamen die politischen Prozesse und verwaltungsinternen Abläufe in der Planung von Verkehr und Stadtraum.

Link zur Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) 
Link zu Stadtverkehr 2025

René Huber, Tiefbauamt, Tiefbau- und Entsorgungsdepartement

Start der Zusammenarbeit Zürich-Kunming unter SSLCC
Die Fachdelegation aus Kunming beim Besuch des Stadtmodells im AFS
 

Im Juni 2017 hat Kunming als erste von sechs chinesischen Städten zusammen mit dem EDA, vertreten durch die DEZA, das Abkommen über die Beteiligung am Schweizerisch-Chinesischen Programm «Sino-Swiss Low Carbon Cities» (SSLCC) unterzeichnet. Die technische Kooperation zwischen Zürich und Kunming wurde gleichzeitig in dieses neue Programm integriert. SSLCC soll zu einer «grüneren» und nachhaltigeren Urbanisierung in China beitragen und dabei die Erkenntnisse aus bestehenden Pilotprojekten im Bereich innovative Technologien zusammenbringen, zum «capacity builiding» der für Stadtplanung Verantwortlichen beitragen und einen politischen Dialog auf allen Ebenen anregen. Dabei sollen die chinesischen Verantwortlichen in den Städten von Schweizer Erfahrungen bei den relevanten Planungs-, Forschungs- und Implementierungsschritten profitieren können.

Die Stadt Zürich leistet im Rahmen von SSLCC Beratung und vermittelt Expertenwissen für die Umsetzung von zwei sogenannten Pilotprojekten der Stadt Kunming. Das eine Projekt fokussiert auf Sensibilisierungsmassnahmen im Bildungsbereich bezüglich Energieeffizienz. Im anderen Projekt sollen Inputs zu Kunmings Entwicklungsstrategie 2050 geleistet werden.

Vom 6.-8. November 2017 fand nun der erste SSLCC-Fachbesuch der Partner aus Kunming in Zürich statt. Während des dreitägigen Aufenthaltes wurden der aktuelle Stand der Pilotprojekte und die nächste Schritte der Zusammenarbeit diskutiert. Zudem fanden Treffen mit relevanten Akteuren in den Bereichen öffentlicher Verkehr (z.B. ZVV, AfV Kanton Zürich) und Regionalplanung (z.B. ARE Kanton Zürich) statt. Der nächste Fachbesuch in Kunming ist für April 2018 geplant.

Christina Wandeler, Aussenbeziehungen, Präsidialdepartement

Frohe und angenehme Festtage und ein gutes 2018
 

Das Aussenbeziehungsteam von Stadtentwicklung Zürich wünscht Ihnen eine schöne Adventszeit, erholsame Weihnachtsfeiertage mit Ihren Nächsten und einen guten Jahreswechsel. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse im vergangenen Jahr und wünschen Ihnen für 2018 alles Gute!

Direktorin Anna Schindler, Yves Bisang, Stefan Ege, Martin Harris, Christina Wandeler

 
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