Der Newsletter «Zürich International» informiert Sie fünf- bis siebenmal jährlich über Wissenswertes aus anderen Städten und über Resultate aus den vielfältigen internationalen Verflechtungen der Stadt Zürich
Stadt Zurich Logo
Newsletter «Zürich International»

28. März 2019

Wir Informieren Sie mit diesem Newsletter fünf- bis siebenmal jährlich über Wissenswertes aus anderen Städten und über Resultate aus den vielfältigen internationalen Verflechtungen der Stadt Zürich. Wir freuen uns, wenn Sie den Newsletter auch weiteren interessierten Personen empfehlen.

Freundschaftliches Treffen der Bürgermeisterinnen
Stadtpräsidentin Corine Mauch und CEO von Hong Kong Carrie Lam im Stadthaus Zürich
 

Es scheint schon fast zur liebgewonnenen Gewohnheit geworden zu sein: Nachdem die CEO von Hongkong, Carrie Lam, bereits im Januar 2018 auf ihrer Reise ans WEF in Davos in Zürich Zwischenstation gemacht hatte, besuchte sie auch zu diesem Jahresbeginn als erstes das Stadthaus und traf sich zum Austausch mit der Stadtpräsidentin. Im Oktober 2017 hatte sich die Stadt Zürich mit dem zehntägigen Festival «Zürich meets Hongkong» als Kulturstadt, als Wissenshochburg und als Wirtschaftsstandort in Hongkong präsentiert. Seither hatten verschiedene Vertreter der Hongkonger Stadtregierung der Limmatstadt einen Besuch abgestattet – etwa der Innovation Officer oder der Finanzminister. Und auch beim jetzigen Treffen bekräftigen die beiden Bürgermeisterinnen die freundschaftliche, von gegenseitigem Interesse geprägte Beziehung ihrer Städte. Das Gespräch drehte sich um Entwicklungen auf den Finanzmärkten, um Smart City-Strategien und Initiativen, um Innovationsförderung und um Design. Und es mündete in das konkrete Projekt eines allfälligen neuen Auftritts der Stadt Zürich an der Design Business Week in einem der kommenden Jahre. Freundschaft verbindet – gerade im Kulturbereich. Die baldige Eröffnung des neuen Museums für Gegenwartskunst «M+» der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron mit der Sammlung von Ueli Sigg in Hongkong beweist es.

Anna Schindler, Direktorin Stadtentwicklung Zürich 

Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in Zürich

Am 16. Januar dieses Jahres hatten wir das Vergnügen, Leoluca Orlando, den Bürgermeister Palermos in Zürich zu begrüssen. Nach einer Besichtigung des Kehrrichtheizraftwerks Hagenholz traf er zusammen mit seinem Vize-Bürgermeister, dem Botschafter Italiens und dem italienischen Generalkonsul die Stadtpräsidentin zu einem Austausch. Schwerpunkte des Gesprächs waren die Flüchtlingspolitik und Palermos Engagement für eine menschliche und solidarische Migrationspolitik, aber auch Möglichkeiten eines verstärkten Austausches zwischen Zürich und Palermo im Kulturbereich (2018 war Palermo gleichzeitig italienische Kulturhauptstadt und Austragungsort der Manifesta 12). Neben Stadtpräsidentin Corine Mauch beteiligten sich auch unter anderem die beiden Stadträte Raphael Golta und Filippo Leutenegger an diesem Austausch. Leoluca Orlando, 2017 zum fünften Mal zu Palermos Bürgermeister gewählt und auch durch seinen Kampf gegen die Mafia bekannt geworden, gehört zu den bekanntesten Politiker Italiens. Am Abend des 16. Januar hielt er im Kaufleuten einen Vortrag über die «Wiedergeburt Palermos».

Christina Wandeler, Projektleiterin Aussenbeziehungen, Stadtentwicklung Zürich 

Kunming «Stadt des ewigen Frühlings» und die Partnerschaft mit Zürich: Gewässerschutz
Abwasserreinigung im Waldboden
 

Kunming im Süden von China hat durch die Höhenlage von 1800 Metern ein angenehmes Klima. Smog-Wolken gibt es kaum. Der Tourismus, der Anbau von Tabak, Blumen, Heilkräutern und die chemischen Industrien lassen die Wirtschaft florieren. Kleinere Flüsse queren die Stadt, führen allerdings ausserhalb der Regenzeit kaum Wasser und münden in den Diansee, der im Mittel nur etwa 4m tief ist. Nährstoffe wirken sich im Wasser stark aus und färben es tiefgrün.

Seit Beginn der Partnerschaft vor über 35 Jahren hat sich Kunming enorm verändert. Kanäle und Kläranlagen sind gebaut und die Wasserqualität im See hat sich stark verbessert. Spektakulärste Massnahme ist die Zuleitung von 20 m3/s Flusswasser von weit her.Mit einem Masterplan werden in den nächsten Jahren weitere Massahmen definiert und umgesetzt. 2017 veränderte sich die technische Zusammenarbeit der Städtepartnerschaft. Der Bund übernahm den Lead mit dem neuen Ziel der CO2 Reduktion.

An der internationalen Konferenz im Mai 2019 werden in Kunming die Resultate der Städtepartnerschaft präsentiert. Wie es danach weitergeht, bleibt nach der Kündigung des Zusammenarbeitsvertrags durch den Bund vorerst offen.

Mike Sgier, Stellvertretender Leiter Kommunikation, Tiefbau- und Entsorgungsdepartement 

Toblacher Gespräche zur Energiewende
Einige der Referentinnen und Referenten der Toblacher Gespräche
 

Die Toblacher Gespräche sind seit 1985 eine Denkwerkstatt für die ökologische Wende. Die Veranstaltung 2018 stand unter dem Thema „Wo bleibt das solare Zeitalter? Von den Hindernissen und Aussichten der Energiewende“. Martina Blum, Stv. Energiebeauftragte der Stadt Zürich, wurde eingeladen, die städtische Energiepolitik vorzustellen und an den traditionell im Anschluss verfassten „Toblacher Thesen“ mitzuarbeiten. Zusammen mit einer Vielzahl von Expert_innen und interessierten Besucher_innen diskutierte sie, wie die Energiewende - weg von fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Kohle und Gas hin zu Erneuerbaren und Energieeffizienz - am besten gelingen könnte. Es zeigte sich, dass dafür neben technischen Lösungen vor allem auch eine tiefgreifende Transformation der Gesellschaft nötig ist, d.h. letztlich werden unser derzeitiger Lebensstil und unsere Geschäftsmodelle in Frage gestellt. Eine Herausforderung, vor der auch die Stadt Zürich steht, wenn sie ihre 2000-Watt-Ziele erreichen will. In Zürich können wir beispielsweise aufgrund von Effizienzfortschritten Erfolge in der Reduktion des Stromverbrauchs nachweisen, gleichzeitig jedoch steigt seit Jahren der Treibhausgasausstoss aus dem Flugverkehr. Dieser liegt inzwischen mehr als 60% höher als die Emissionen aus der Stromversorgung.

Martina Blum, Stellvertretende Energiebeauftragte der Stadt Zürich

Toblacher Thesen 2018

Präsentationen „Wo bleibt das solare Zeitalter?“

Morgengespräch von RAI Südtirol zur Energiepolitik der Stadt Zürich

Internationaler Austausch zu Bauen mit Recycling-Beton in Zürich
Vom 23.-25. Januar 2019 empfing die Stadt Zürich auf Einladung des UGZ eine Expertendelegation aus Rom, Helsinki und dem europäischen Städtenetzwerk ICLEI. Thema war das Bauen mit Recyclingbeton und rezyklierten Baumaterialien.
 

Die Stadt Zürich gilt weltweit als Pionierin im Bauen mit Recycling-Beton. Seit 15 Jahren werden alle öffentlichen Gebäude mit Recyclingbeton – in den letzten Jahren ergänzt mit CO2-reduziertem Zement CEM III/B – gebaut. Damit können neue Kiesressourcen, aber auch Deponievolumen für Abbruchmaterial, eingespart werden. Meist ist das ressourcenschonende Bauen mit rezykliertem Beton oder Asphalt aus der Umgebung auch kostengünstiger. Durch den Transfer dieses Know-hows kann auch in anderen Städten und Regionen das Potenzial zur Wiederverwendung von Abbruchmaterial wie Beton und Asphalt genutzt werden.

Fachleute präsentierten aktuelle Projekte in der Stadt

Eine interdisziplinäre Gruppe von Fachleuten des Amts für Hochbauten, des Tiefbauamts und des Umwelt- und Gesundheitsschutz stellte den Besuchern die Erfahrungen der Stadt Zürich beim Umgang mit Recycling-Beton, CO2-reduziertem Zement und rezykliertem Asphalt vor. Dabei wurde den Teilnehmenden die Recyclingbeton-Musterwand, das Sportzentrum Heuried und der Kunsthausrohbau präsentiert. Die Firma Eberhard gewährte der Delegation im Rahmen des Treffens Einblicke in die Produktion und Aufbereitung von Recyclingbeton.

Die vielen positiven Beispiele und Bilder aus Zürich belegen, dass das Bauen mit Recyclingmaterialien sicher und kostengünstig ist und keinen ästhetischen Nachteil bedeutet. Der City Match ist Teil des EU-unterstützten Programms UrbanWINS – innovative strategic plans for urban waste reduction and management.

Sonja Gehrig, Projektleiterin Fachbereich Umweltpolitik, Umwelt- und Gesundheitsschutz 

 

  Mehr lesen  
 
Kontakt

Stadt Zürich
Stadtentwicklung
Stadthausquai 17
8001 Zürich

 
Links

Fragen, Anregungen und Kritik

 
Stadt Zürich auf Social Media  
Facebook   Youtube
© 2019 Stadt Zürich  
Rechtliche Hinweise   Impressum