Global Navigation

Drogen / Wirkstoffe

Methamphetamin, Bild KTA-KF
Methamphetamin, Bild KTA-KF

"Partydrogen" gehören zu unserer heutigen Gesellschaft. Drogen sind jedoch nur erlaubt, solange sie im gesetzlichen Rahmen konsumiert werden. Für die Identifikation und die Gehaltsbestimmung von Drogen ist die Sektion Chemie zuständig. Sie analysiert alle Betäubungsmittel und Medikamente, die im Gesetz aufgeführten wie die potenziell natürlichen oder synthetischen psychotrop wirkenden Substanzen. Diese Palette ist sehr breit und reicht von den in der Natur vorkommenden Stoffen, wie Cannabis, halluzinogenen Pilzen ("magic mushrooms"), Kokain, Meskalin und Khat, über die halbsynthetischen Drogen, wie Heroin und LSD, bis zu den vollsynthetischen Drogen, wie die Amphetamine (Ecstasy ist eine Variante dieser Stoffklasse) oder Tryptamine. Von besonderem forensischen Interesse sind Vergleichsuntersuchungen (Profilings), wobei in die "chemische Vergangenheit" von Drogen geschaut wird. Es ist möglich, in einer Kokainprobe, die durch verschiedene Zwischenhändler unterschiedlich gestreckt wurde, eine gemeinsame Herkunft des Kokainanteils zu erkennen und dadurch Händler-Kunden-Beziehungen aufzudecken. Wer illegale Drogen auf sich trägt oder in seiner Wohnung aufbewahrt, diese vor einem polizeilichen Zugriff aber unbemerkt wegwirft oder entsorgt, kann dennoch wegen Drogenbesitzes angeklagt werden; denn mit den Untersuchungsmethoden des Forensischen Institutes Zürich können auch vom Auge nicht mehr sichtbare (latente) Spuren in den getragenen Kleidern oder am Körper nachgewiesen werden. Mit derselben Methode lassen sich auch Drogengelder von üblichen im Umlauf befindlichen Banknoten unterscheiden oder Kontaminationen an Werkzeugen, Verpackungsmaterialien oder Ähnlichem nachweisen.

Die Sektion Zentrale Analytik wurde 2006 als Prüfstelle für Betäubungsmittel nach der internationalen Norm ISO 17025:2005 akkreditiert.

Weitere Informationen