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Medienmitteilungen

Sicherheitsdepartement

14. Juni 2018 , 9.15 Uhr

Betrüger treiben ihr Unwesen

Betrüger geben sich nicht nur als Polizisten sondern auch als Microsoft- der Google-Mitarbeitende aus, um an ihr Ziel zu gelangen.

Seit anfangs Mai 2018 meldeten sich mehrere Personen bei der Stadtpolizei Zürich, die Opfer von Telefonbetrügern geworden waren. In allen Fällen gaben sich die Anrufenden als Mitarbeitende der Firmen Microsoft oder Google aus. Ihr Vorgehen war immer dasselbe. Sie erklärten ihren Opfern, dass deren Computer verseucht, bzw. „gehackt“ worden seien und belegten dies mit angeblichen „Beweisen“. Danach brachten sie die Opfer dazu, ihnen Zugriff auf den Computer zu gewähren (z.B. mittels Teamviewer), um den angeblichen Schaden zu beheben. Als Bezahlung wurden die Geschädigten jeweils aufgefordert, Wertkarten (z.B. Apple iTunes, Google Play Store) zu kaufen und ihre Kreditkartendaten bekannt zu geben. Auf diese Art und Weise „ergaunerten“ die unbekannten Betrügerinnen und Betrüger in den letzten Wochen über 20‘000 Franken.

Neben dem direkten finanziellen Schaden installiert die Täterschaft zusätzlich bösartige Software auf dem Computer, welche den Computer sperrt und/oder die Opfer ausspioniert, um dann beispielsweise mit Internet-Banking-Zugangscodes die Konten der Opfer leer zu räumen. 

 

Die Stadtpolizei rät grundsätzlich:

  • Seien Sie misstrauisch:

    • bei Telefonanrufen von Ihnen unbekannten Personen

    • bei Personen, die sich unaufgefordert bei Ihnen melden

    • bei Personen, die unangemeldet Support für Ihren Computer anbieten

    • bei Personen, die Sie auffordern, ihnen Geld zu überweisen

  • Geben Sie unbekannten Personen keinen Zugriff auf Ihren Computer bzw. führen Sie keine Anweisungen von unbekannten Personen auf Ihrem Computer aus

  • Polizisten, Microsoft- und Google-Mitarbeitende werden sich nie bei Ihnen melden, um angebliche Computer-Probleme zu beheben

  • Geben Sie am Telefon nie Bankdaten oder Kartendaten bekannt

  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten per E-Mail

  • Beenden Sie das Gespräch sofort, wenn Sie misstrauisch werden

  • Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei auf der Notrufnummer 117

     

Weitere Angaben zu diesem Thema können auf den Webseiten des Bundesamtes für Polizei - fedpol (www.kobik.ch) sowie der Schweizerischen Kriminalprävention (www.skppsc.ch) entnommen werden.

Judith Hödl
Stadtpolizei Zürich
Mediendienst
044 411 91 11

Thema: Sicherheit

Organisationseinheit: Stadtpolizei