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Jahresberichterstattung

Schlichten statt Richten: 64,3% der Schlichtungsgesuche erfolgreich erledigt

Medienmitteilung zum Jahresbericht 2016

Friedensrichter der Stadt Zürich erledigen erstinstanzlich 2016 von 2972 Schlichtungsgesuchen. Die Verfahren sind wirkungsvoll, bürgernah, schnell und kostengünstig. 

Die Wirksamkeit der friedensrichterlichen Tätigkeit ist ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden in der Stadt Zürich 2016 (64,3%) der 2972 (151 weniger als im Vorjahr) Schlichtungsgesuche erfolgreich abgeschlossen. Die Rechtsuchenden schätzen das einfache und schnelle Verfahren und die verbindliche Differenzbereinigung. Lange Prozesse verursachen einen unverhältnismässig grossen Aufwand, kosten Nervenkraft und generieren oft grosse Unkosten. Dank erfolgreichen Schlichtungsverfahren werden auch die oberen Gerichte entlastet.

Die neue ZPO (seit 2011 in Kraft) hat den Friedensrichtern mehr Schlichtungsgesuche und mehr Kompetenzen, aber auch administrative Mehrarbeit gebracht. Ausserdem liessen sich bei weit mehr als der Hälfte der Schlichtungsverfahren die Parteien begleiten oder vertreten. Dies stellt insgesamt eine Bereicherung dar, führt jedoch zu höheren Anforderungen an die Verhandlungsführung und zu längeren Verhandlungen.

Die friedensrichterliche Tätigkeit ist eine der befriedigendsten Tätigkeiten in der Justiz. In kurzer Zeit kann für die vom Konflikt belasteten Parteien eine beidseitig akzeptierte Lösung gefunden werden.

Der Jahresbericht 2016 steht auch als Download zur Verfügung.

Auf einen Blick - Zahlen und Fakten 2016

2972Im Jahr 2016 wurden 2972 Schlichtungsgesuche erledigt (36% der kantonalen Verfahren). 
90.4% Innert drei Monaten wurden 2686 der 2972 Schlichtungsgesuche erledigt. 
64.4% Erledigungsquote: 1914 von 2972 Klagen wurden im Friedensrichterverfahren endgültig erledigt. 
80.7% 226 von 280 Urteilsvorschläge (Streitwert bis 5000.- Franken) wurden akzeptiert. 
57.2% 541 von 945 arbeitsrechtlichen Klagen erledigten die Friedensrichter abschliessend. 
5 bis 133'000'000 Streitwerte der Verfahren: von 5.- Franken bis 133 Millionen Franken. 

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