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Pränatale Zeiten: Die Geschichte des Ungeborenen und die Folgen für die Gegenwart

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«Wie die neun Monate vor der Geburt den Rest unseres Lebens prägen» – so und ähnlich lau­ten die Titel einer unterdessen stattlichen Reihe von Presseartikeln und populärwissen­schaftli­chen Büchern. Noch vor kurzem rivalisierten «Natur» und «Kultur» miteinan­der, wenn es darum ging, die Eigenschaften von Individuen zu erklä­ren. Bestimmen Gene und Biologie («Natur») das menschliche Subjekt? Oder sind Erziehung und Gesellschaft («Kultur») weit ent­scheidender und prägen­der? Mit den For­schungen zur prä­natalen Prä­gung wird nun eine dritte merk­malsbildende Kraft postuliert: die vorgeburtliche Entwicklung.

Grundlegend für heutige Sichtweisen sind Vorstellungen, die Mediziner, Phy­siologen und Psychologen im 19. Jahrhundert formulierten. Zwei Fragen standen damals im Zentrum: Wie stark prägen die neun Monate vor der Geburt das spätere Leben? Beginnt das psychische Leben vor oder nach der Geburt? Darüber wird auch heute noch debattiert.

Von Caroline Arni, Professorin für Geschichte  an der Univer­sität Basel, ist neu das Buch «Prä­natale Zei­ten. Das Ungeborene und die Humanwissen­schaften (1800-1950)» erschie­nen.

Im Biblio­Talk befragt die Journalistin und Soziologin Christina Caprez die Autorin über die Geschichte des Ungebo­re­nen und deren Bedeutung für Fragen der Ge­gen­wart. 

Datum: 11. Dezember 2018, 18 Uhr

Ort: Bibliothek zur Gleichstellung, Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich

Anmeldung: bis 6. Dezember 2018 

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