Antworten auf häufige Fragen

Wer hat Anspruch auf Zusatzleistungen zur AHV/IV?

Die wichtigste Voraussetzung für den Bezug von Zusatzleistungen ist ein Anspruch auf eine AHV- oder IV-Rente oder ein IV-Taggeld von mehr als 6 Monaten. Ferner darf das Einkommen gewisse Werte nicht überschreiten. Auch Ausländerinnen und Ausländer sind zum Bezug berechtigt, wenn sie mindestens 10 Jahre in der Schweiz Wohnsitz hatten. EU-Bürgerinnen und -Bürger mit Aufenthaltsbewilligung sind den Schweizerinnen und Schweizern gleich gestellt.

Wie berechnet sich der Anspruch auf Zusatzleistungen?

Die Höhe der Zusatzleistungen richtet sich nach dem Einkommen, den Vermögenswerten und der Wohnsitzdauer im Kanton und der Stadt Zürich. Einfach gesagt kann ein Anspruch bestehen, wenn nach Abzug der Miete weniger als CHF 1'800 für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht. AHV-/IV-RentnerInnen mit Wohnsitz in der Stadt Zürich können einen möglichen Anspruch auf Zusatzleistungen online selber prüfen.

Wie viel Vermögen darf man besitzen?

Leider ist die Meinung, dass man zuerst das ganze Vermögen aufbrauchen muss, bevor man Zusatzleistungen beanspruchen kann, immer noch weit verbreitet. Dies trifft jedoch nicht zu. Vermögenswerte werden zwar zu einem bestimmten Bruchteil angerechnet (sogenannter Vermögensverzehr), aber nur dann, wenn sie den Freibetrag (bei Alleinstehenden CHF 37'500 und bei Ehepaaren CHF 60'000) übersteigen.

Werden Zusatzleistungen für Heim- und Krankheitskosten ausgerichtet?

Die stete Erhöhung der Heimpreise in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass immer mehr Heimbewohnerinnen und -bewohner die Heimkosten nicht mehr aus eigenen Mitteln tragen können. Für sie werden die Heimkosten, einschliesslich eines Betrages für persönliche Bedürfnisse, den Einnahmen gegenübergestellt. Der daraus resultierende Ausgabenüberschuss entspricht in der Regel den Zusatzleistungen.

An ungedeckte Krankheitskosten wie z.B. Kostenbeteiligungen der Krankenkassen und Zahnbehandlungen können ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen erbracht werden.

Wer hat Anspruch auf kantonale Zuschüsse?

Anpruch auf die Ausrichtung von kantonalen Zuschüssen haben AHV- / IV-Rentnerinnen und -Renter, die in einem Heim leben und die ordentlichen Zusatzleistungen nicht zur Deckung der regelmässig anfallenden Heimkosten ausreichen. Es besteht erst ein Anspruch auf Zuschüsse, wenn das Vermögen weniger als CHF 37'500 beträgt. Über Zuschüsse - wie auch über Ergänzungsleistungen - können keine Kosten für erhöhten Komfort finanziert werden. Zudem können bei Heimen mit offensichtlich hohen Heimkosten nur die Heimkosten im Umfang der öffentlichen Heime in der Berechnung berücksichtigt werden.

Müssen Erbinnen und Erben die Leistungen zurück bezahlen?

Stirbt eine zusatzleistungsberechtigte Person, müssen die rechtmässig bezogenen bundesrechtlichen Ergänzungsleistungen – meist der grösste Teil der ausgerichteten Zusatzleistungen – nicht zurückbezahlt werden. Kantonale und städtische Leistungen (Beihilfen, Zuschüsse und Einmalzulagen) hingegen werden unter bestimmten Voraussetzungen aus der Erbmasse zurück verlangt. Kann die Rückforderung nicht oder nur teilweise aus dem Nachlass gedeckt werden, haften die Erbenden für die rechtmässig bezogenen Leistungen nicht mit ihrem Vermögen. Weitergehende Informationen finden Sie in unserer Broschüre Erbrecht und Nachlassregelung.

Wo kann man sich für den Bezug von Zusatzleistungen anmelden?

Zuständig für die Ausrichtung der Zusatzleistungen ist die Gemeinde, in der die rentenberechtigte Person ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hat. Befindet sich dieser in der Stadt Zürich, wird der Anspruch auf Zusatzleistungen vom Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich ermittelt. Bei Heimaufenthalten gelten spezielle Vorschriften über die Zuständigkeit.

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