Klima à la carte

Zürich feiert nachhaltige Ernährung. Vom 29. August bis 30. September 2022. Mehr Zürich – weniger CO2.
Die Stadt Zürich will klimaneutral werden. Das bedeutet, dass es Veränderungen braucht und wir Gewohntes hinterfragen – zum Beispiel, was wir essen. Unsere Ernährung hat bedeutenden Einfluss auf das Klima. Mit einem Fokus auf pflanzliche statt tierische Produkte und weniger Food-Waste können wir einen Unterschied machen. Mit Klima à la carte startet die Stadt Zürich gemeinsam mit Gastronomie und Bevölkerung eine Bewegung und feiert einen Monat lang nachhaltige Ernährung. Vom 29. August bis 30. September 2022.

Was hat das Essen mit dem Klima zu tun?

Unsere Ernährung verursacht ein Drittel der Umweltbelastung und 20 Prozent der CO₂-Emissionen aller konsumierten Güter. Die Stadt Zürich will gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Bevölkerung Verantwortung übernehmen und eine nachhaltige Ernährung fördern. Die grössten Hebel bestehen bei der Umstellung auf pflanzliche Produkte und der Vermeidung von Food-Waste. 

Worum geht es bei der Kampagne?

Mit der Kampagne Klima à la carte möchte die Stadt Zürich Bevölkerung und Gastronomie für das Thema Ernährung und deren Auswirkung auf den Klimawandel sensibilisieren, dazu motivieren Neues auszuprobieren, und genussvolle nachhaltige Ernährung erlebbar machen. Die Idee ist ein Movement, bei dem jeder und jede dazu beitragen kann, dass in der Stadt Zürich nachhaltiger gekocht und gegessen wird. Das Engagement wird dokumentiert. Wer teilnimmt, hat die Möglichkeit, seine eigene Nachhaltigkeitsstory zu erzählen. 

Wie kann ein Gastrobetrieb mitmachen?

  • Während des Kampagnenzeitraums ein klimafreundliches Menü anbieten. 
  • Sich aktiv gegen Food-Waste einsetzen, die Bemühungen kommunizieren und dadurch die eigenen Gäste für das Thema sensibilisieren.
  • Know-how aus dem eigenen Betrieb weitergeben, damit auch andere nachhaltiger einkaufen, kochen und essen. 

Jeder Gastrobetrieb kann das Motto frei interpretieren und individuell umsetzen – mit Fokus auf pflanzliche Produkte und Food-Waste. 

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Wir wollen dich!

Weshalb lohnt es sich, mitzumachen?

Wer teilnimmt, bekennt sich dazu, Verantwortung zu übernehmen: für den Klimaschutz, unsere Stadt und für folgende Generationen. Als Teil des Movements gewinnt ein Gastrobetrieb zudem an Sichtbarkeit und Reichweite. Während des Kampagnenzeitraums dokumentieren wir das Engagement. Wo nötig, unterstützen wir mit fachlichen Inputs zu nachhaltiger Ernährung und stellen Kampagnenmaterial zur Verfügung.

  • Wir bewerben Klima à la carte auf den Kommunikationskanälen der Stadt Zürich, auf Social Media, via OOH-Werbung, in den Medien, über Medienpartnerschaften und bei Partnerorganisationen.
  • Das Restaurant wird auf unserer Website aufgeführt.
  • Dank einer Zusammenarbeit mit dem Festival Food Zurich erhalten Klima à la carte und teilnehmende Restaurants zusätzlich Aufmerksamkeit.
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Was zeichnet ein klimafreundliches Menü aus?

  • Allgemein mehr pflanzliche Gerichte auf der Speisekarte
  • Tierische Produkte durch pflanzenbasierte Produkte ersetzen: versteckte Eierproduckte meiden (z. B. Pasta); Reis durch einheimisches Getreide ersetzen (z. B. Dinkel, Gerste, Hirse, Roggen, Weizen); Hackfleisch ergänzen mit Sojahack oder einem höheren Gemüseanteil; Milch und Rahm durch Alternativen wie Kokos-, Mandel-, Hafer-, Reis- oder Sojamilch ersetzen; Butter durch Sonnenblumen- oder Rapsöl ersetzen
  • Mehr Hülsenfrüchte: Hülsenfrüchte sind sowohl ernährungsphysiologisch als auch im Anbau eine wertvolle Ackerfrucht. 
  • Mehr Gemüse: zu einer bunten Gerichteauswahl das Fleisch als Beilage anbieten. 
  • Mehr Nüsse und Samen: Nüsse und Samen sind nicht nur klimafreundlicher als tierische Produkte, sie liefern auch viele wertvolle Nährstoffe. 

Wie klimafreundlich ist dein Menü?

Mit dem CO2-Quick-Check schätzen wir die Klimaauswirkung deines Menüs ein und geben spezifische Tipps für ein nachhaltigeres Angebot. 

Wie kann ich Food-Waste vermeiden?

  • Frisch von gestern: Was am Vortag zu viel gekocht wurde, kann am nächsten Tag zu einem niedrigeren Preis verkauft werden. So wird vermeiden, dass Essen weggeworfen wird. Alternativ können Reste schon in der Menüplanung berücksichtigt werden: Allgemeine Begriffe wie «Gemüse-Suppe» sind eine Chance, nach dem Motto «First in – first out» Vorhandenes zu verwerten.
  • Gäste dazu auffordern, übrig gebliebene Speisen mitzunehmen. Mitnahmeboxen zur Verfügung stellen.
  • Krummes Gemüse und unförmiges Obst: Bis zu einem Drittel des produzierten Frischgemüses wird bereits beim Landwirt aussortiert. Direkt vom regionalen Produzenten finden unförmiges Gemüse und Obst am einfachsten den Weg in die Küche. Ausserdem unterstützten regionale Produkte die lokale Wirtschaft und lassen sich als Mehrwert verkaufen. Suchen Sie sich einen Betrieb in der Nähe, der Ihnen direkt frisches Obst oder Gemüse liefern kann, und loben sie dies in der Karte aus. Die Gäste werden es zu schätzen wissen und der direkte Kontakt zur Landwirtschaft bringt auch in der Küche frische Ideen und Produkte mit sich. 

Kontakt

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Nachhaltigkeit
Fachbereich nachhaltige Ernährung Stadt Zürich
Telefon 044 412 48 91
Kampagne
Kommunikation Klimaschutz Stadt Zürich
Telefon 044 412 48 88
Organisatorisches
Agentur Andy Was Right
Telefon 079 425 20 52