Netto-Null

Wir haben ein Klimaziel.
Der Stadtrat hat das neue Klimaziel Netto-Null 2040 gesetzt und dem Gemeinderat unterbreitet. Für die Stadtverwaltung gilt Netto-Null 2035. Erstmals legt der Stadtrat auch ein Reduktionsziel für Treibhausgasemissionen fest, die ausserhalb der Stadtgrenze verursacht werden: minus 30 % gegenüber 1990 pro Person und Jahr. Netto-Null bedeutet, dass unter dem Strich keine Treibhausgase mehr produziert werden. Dazu müssen die Treibhausgase massiv reduziert werden. Ein möglichst kleiner verbleibender Rest wird durch technische Massnahmen der Atmosphäre entzogen.

Obwohl die Treibhausgasemissionen auf Stadtgebiet seit 1990 um einen Viertel gesunken sind, reichen die bisherigen städtischen Massnahmen nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen. Als Antwort auf eine Motion aus dem Gemeinderat (GR Nr. 2019/106) hat die Stadt Zürich ihre Klimaschutz-Zielsetzung überarbeitet.

Klimaziele

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Die Stadt Zürich steht aktuell bei 3,1 Tonnen CO₂ direkte Emissionen pro Person und Jahr. 1990 waren es 4,8 Tonnen. Die indirekten Emissionen stiegen von 9,2 (1990) auf 9,9 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr.

Von den totalen 13 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr fallen 25 % auf dem Zürcher Stadtgebiet an. Diese sogenannten direkten Emissionen werden durch den Verkehr, durch Gebäude, Entsorgung sowie Industrie- und Gewerbeprozesse in der Stadt Zürich verursacht. Drei Viertel werden zwar durch Stadtzürcher Aktivitäten ausgelöst, die Treibhausgase werden aber ausserhalb der Stadtgrenze ausgestossen. Dazu gehören Mobilität ausserhalb der Stadt, Flugverkehr, Ernährung und Konsum wie Textilien oder Baumaterialien sowie die Energievorkette, zum Beispiel Erdölförderung. Diese Emissionen nennt man indirekte oder graue Emissionen. Bei den indirekten Emissisonen kann die Stadtverwaltung nur begrenzt Einfluss nehmen, dafür zählt dein Beitrag umso mehr.

Verteilung
Direkte Emissionen auf Stadtgebiet: 25 %. Indirekte Emissionen ausserhalb des Stadtgebiets: 75 %.

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