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Louis-Häfliger-Park

Projekt

Der Louis-Häfliger-Park ist als dritter von vier neuen Parks in Oerlikon mit einer Fläche von 0,5 ha der kleinste.

Der Park liegt zwischen der Wohnsiedlung Regina-Kägi-Hof und den Produktionsgebäuden der Oerlikon Contraves. Der Louis-Häfliger-Park ist ein Nachbarschaftspark, wo sich Menschen, die hier arbeiten oder wohnen, erholen und begegnen können.

Das Konzept basiert auf der Aufhebung der Grenzen zwischen Park, Industrie und Wohnareal. Unterschiedliche Felder generieren einen vielfältigen Raum. Der Park verweist in seiner Materialisierung, Formgebung und Dimensionierung auf seine Umgebung. Durch die überraschenden Nachbarschaften der Felder entstehen Orte spezieller Prägung.

Ein grosses Kiesfeld mit rotem Kies und Weidenbüschen in einem aufgelockerten Raster bildet die Zone entlang der Binzmühlestrasse. Nischen mit Sitzbänken und die inszenierte Beleuchtung schaffen attraktive Aufenthaltszonen. Aus dem Rasenfeld als Spielwiese mit seinen acht geometrisch modellierten Rasenkörpern lässt sich ein Stück Ortsgeschichte ablesen.

Die klar definierten Grashügel erinnern an die ehemalige verborgene Architektur der Munitionslabors von Oerlikon Contraves. Auf der Ostseite liegt - wie ein Steg - leicht erhöht der Paul-Grüninger-Weg. In der Erweiterung des Strassenraums stehen in versetztem Raster grosswachsende Flügelnussbäume.

Bei starkem Regen staut sich das Niederschlagswasser vorübergehend und bildet geometrische Spiegelflächen. Eine freie Bestuhlung mit Holzhockern schafft individuelle Sitzgelegenheiten. Zwischen Baum- und Rasenfeld liegt das Spielband. Mit einem weichen roten Kunststoffbelag versehen, bietet es klassische Spielgeräte wie Rutsche und Schaukel an. Im Norden, am Ende des Spielbandes, steht ein bühnenartiges Holzdeck, das in der Nacht als leuchtender Körper in Erscheinung tritt. In der südöstlichen Ecke ist das blaue Sportfeld. Der Allwetterplatz mit Kunststoffbelag ermöglicht viele Aktivitäten von Street-, Volley- bis Handball über das ganze Jahr.

Blick von oben auf den Park. Im Vordergrund der rote Kiesplatz, dahinter die Grashügel und zuletzt der Allwetterplatz.
Blick von oben auf den Park. Im Vordergrund der rote Kiesplatz, dahinter die Grashügel und zuletzt der Allwetterplatz.
 Spielwiese mit pyramidenförmigen Rasenkörpern.
Spielwiese mit pyramidenförmigen Rasenkörpern.
 Baumfeld mit Pfützen aus gestautem Niederschlagswasser.
Baumfeld mit Pfützen aus gestautem Niederschlagswasser.

Organisation und Termine

  • Landschaftsarchitektur: Kuhn Truninger, Zürich
  • Produktgestaltung: P. Wiedemann, Chur, C. Schubiger, Zürich, Ingenieurbüro Hans H. Moser, Zürich
  • Bauzeit: Herbst 2002 bis August 2003

Weitere Informationen