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Gleisbogen Zürich-West

Ausführung

Die neue Passerelle des Gleisbogens über die Pfingstweidstrasse wurde als wichtige Verbindung für Fussgänger und Velofahrende am 4. September 2010 erstmals zur Benutzung frei gegeben.

2002/2003 führte die Stadt Zürich zusammen mit den Grundeigentümern einen Studienauftrag über das bogenförmige Industriegleis in Zürich-West durch. Ziel war es, zu einem Konzept- und Gestaltungsvorschlag zu gelangen, der die Freiraumsituation basierend auf dem Entwicklungskonzept Zürich-West verbessert.

Erste Freiräume des Gleisbogens wurden von privaten Grundeigentümern im Herbst 2003 und im Mai 2005 realisiert. Dabei handelt es sich um das sogenannte Banklager beim Puls5 und das Baumlager beim West-Park.

Das Gesamtprojekt wird in 5 Etappen zwischen März 2009bis Ende 2013 realisiert.

Gestaltungskonzept

Die vorgeschlagene Strategie nimmt den Umbruchprozess des Planungsgebiets auf und entwickelt daraus eine Dynamik. Das Rückgrat bildet ein 5 bis 10 Meter breites Band, das

  • über Ginkgobäume räumlich wirksam ist;
  • über einen roten Betonbelag als Fuss- und Radweg erlebbar und begehbar wird;
  • mit einer markanten Fussgängerbrücke, der Passerelle, ein neues Zeichen im Industriequartier setzt.

Das Baukastensystem mit Gestaltungsrichtlinien ermöglicht die zeitlich unabhängige Realisierung bei einer individuellen Ausgestaltung und dennoch einheitlicher Handschrift.

Projektverfasser

Entwicklungsgebiet Zürich-West / Gleisbogen

  • Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich
  • huggenbergerfriess Architekten AG ETH SIA, Zürich
  • Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
  • Ingenieurbüro Heierli AG, Zürich
  • Greenmanagement, Zürich

Gestaltungselemente Basic Kit und Tools

Der eigentliche Gleisbogen ist als «Basic Kit» mit den roten Platten im Schotterbett fixiert. Der «Rote Faden» wird von einer grosskronigen Baumreihe Ginkgo biloba begleitet. Der Schotterstreifen ist der Ruderal- und Spontanvegetation vorbehalten.

Das «Action Tool» behandelt kurz- bis mittelfristig angelegte, eher provisorische Freiräume. Diese sind räumlich und nutzungsbezogen offen.

Das «Park Tool» definiert eher den klassischen Park- und Platztyp, der auf einen längeren Zeitraum hin angelegt ist, raumbildend wirkt und nutzungsdefiniert ist. Die Elemente des Basic Kit (Platten, Ginkgos, Kandelaber oder Bänke) werden in den Tools gelagert und bei der zeitlich gestaffelten Realisierung abgeholt. Die «Regale» verbleiben als Spur oder Intarsie.

Übersichtsplan

 1.  Basic Kit Gleisbogen Nord
 2.  Basic Kit Gleisbogen Süd/Teilstück Pfingstweidareal
 3.  Basic Kit Gleisbogen Süd/Teilstück Coop-Areal / City
      West 
 4.  Basic Kit Gleisbogen Süd/Teilstück Maag-Areal
 5.  Park Tool Bluewin
 6.  Park Tool Banklager
 7.  Park Tool Baumlager 
 8.  Park Tool Baumlager Rikag
 9.  Park Tool Leuchtenlager
10. Action Tool Plattenlager
11. Action Tool Bluewin
12. Passerelle

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