Oerlikon - der neue Bahnhof verbindet.

Bahnhof Oerlikon

Der Bahnhof Oerlikon wird täglich von rund 110 000 Personen benutzt. Diese Zahl wird weiter zunehmen. Mit der Durchmesserlinie Altstetten - Zürich HB - Oerlikon und der vierten Teilergänzung der S-Bahn Zürich wurde das Angebot deutlich ausgebaut. Um dies zu ermöglichen wird der Bahnhof Oerlikon seit 2011 ausgebaut und erweitert. Pünktlich auf den Angebotsausbau konnten im Dezember 2015 alle 8 Gleise in Betrieb genommen werden. Bis Ende 2016 werden auch die Unterführungen, die neuen Bahnhofzugänge und zwei neue Veloabstellanlagen fertiggestellt sein.

Projektübersicht

Die Zentrumsfunktion Oerlikons als Dienstleistungs- und Detailhandelszentrum für Zürich-Nord erfordert attraktive Aussenräume und ein funktionales, verständliches Verkehrsnetz. In Zusammenarbeit mit dem Kanton Zürich und der SBB realisiert die Stadt verschiedene Projekte und verbessert damit die Vernetzung der Quartiere und die Zugänglichkeit zum Bahnhof.

Projektübersicht

Projektübersicht

Aktuell

Quartierverbindung Oerlikon

Quartierverbindung Oerlikon

Grosszügige Quartierverbindung

Ziel des Projektes «Quartierverbindung Oerlikon» ist die Realisierung einer neuen, grosszügigen Quartierverbindung. Die neue Verbindung in Verlängerung der Schul- und Therese-Giehse-Strasse ergänzt optimal die bestehende Personenunterführung Mitte der SBB zu einer Gesamtheit. Im Norden führt die Quartierverbindung zum Max-Frisch-Platz und im Süden zum Bahnhofplatz. Die breiten Zugänge auf beiden Seiten des Gleiskörpers nehmen vielfältige, auch diagonale Wegbeziehungen in einem breiten Fächer auf und wirken als «Fenster» zur Bahn und zum Quartier.

Leicht seitlich zu den grossen Umsteigeströmen im Bahnhofbereich angeordnet, ermöglicht die Fuss- und Veloquerung unter dem Bahnhof hindurch einen optimalen Zugang in die angrenzenden Stadträume. Es wird eine hindernisfreie Verbindung geschaffen, welche die Sicherheit und Übersichtlichkeit für die Bevölkerung erhöht. Die räumliche Definition, die Betonung der beiden Zugänge und ihre identische Ausbildung als Kopfbauten mit den «Baldachinen» setzen ein prägnantes Zeichen für den Bahnhof und die Quartierverbindung. Es gibt der Verbindung eine Identität und wirkt unterstützend bei der Orientierung.

Das Lichtkonzept, als integraler Bestandteil der Architektur, schafft differenzierte und angenehme Räume.

Kennzahlen des Projektes

  • Breite: 16 m (davon 6 m Fussweg, 6 m Veloweg, 4 m Bereich Perronaufgänge)
  • Länge: 92 m
  • Kopfbauten (Baldachine): 64 m (Nord) / 102 m (Süd)
  • Treppenbreiten: 6 m
  • Rampenbreiten und Neigung: 3.6 m / 6 %
  • Durchgangshöhe: Mind. 2.50 m
  • Veloparkhaus für 380 Velos
  • Kosten: 50 Mio. Franken (Abstimmung im September 2009)
  • Ausführung: 2012 – 2016

Quartieranbindung Ost

Quartieranbindung Ost

Im Gebiet Seebach und Leutschenbach entstehen neue Arbeitsplätze und Wohnbauten. Diese Entwicklung erfordert eine Öffnung des Bahnhofs nach Osten. Attraktive Fusswege verbinden die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs mit dem Bahnhof, neue Zugänge verkürzen die Gehdistanz zur SBB-Unterführung Ost, die verbreitert und mit neuen Ladenflächen ausgestattet wird.

Für eine ausreichende Anzahl Veloabstellplätze im Bereich Bahnhof Oerlikon Ost wird beim neuen Bahnhofzugang Andreasstrasse eine unterirdische Abstellanlage erstellt. Diese rund 400 Veloabstellplätze liegen im direkten Zugangsbereich zur SBB-Personenunterführung Ost, unter den Gleisen 3 bis 6. Für den Bau der Abstellanlage wurde der Hohlraum, der zwischen dem westlichen Brückenpfeiler und dem Erdreich entstand, vergrössert. Zur optimalen Raumausnutzung wird eine zweistöckige Abstellanlage gebaut.

Kennzahlen des Projektes

  • Aufweitung Unterführung Schaffhauserstrasse um 24 m
  • Grosszügige Fussgängerführung unter SBB Brücken
  •  Neuer Zugang Andreasstrasse zwischen Gleis 2 und 3 mit direkter Verbindung zu Perrons und Personenunterführung Ost
  • Veloparkhaus für rund 400 Velos
  • Kosten:  110 Mio. Franken (Abstimmung im November 2010)
  • Ausführung: 2012 – 2017 (mit Strassenbau Schauffhauserstrasse)

Die Verkehrsorganisation der Schaffhauserstrasse wird an die neuen Verhältnisse angepasst. Eine weitergehende optimierte Verkehrsführung in der Schaffhauserstrasse wird aus Kostengründen erst umgesetzt, wenn sich ohnehin ein Erneuerungsbedarf an den Gleisanlagen und/oder städtebaulicher Entwicklungsbedarf ergibt.

Max-Frisch-Platz

Max-Frisch-Platz

In Verbindung mit dem Bahnhofsausbau entsteht nördlich des Bahnhofs Oerlikon der Max-Frisch-Platz. Die Hauptarbeiten dauern bis November 2016. Der Einbau von Deckbeläge und die Baumpflanzungen erfolgen im Frühjahr 2017.

Der neue Platz ist grosszügig gestaltet und erfüllt die diversen Bedürfnisse von Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr. Mit den hohen Bushaltekanten und dem taktil-visuellen Leitliniensystem ist er behindertengerecht ausgestaltet.

Die Bäume sind über den Platz verteilt – es entstehen unterschiedliche Räume. Die lockere Anordnung spielt mit dem dynamischen Platzraum, bricht die lineare Ausrichtung und verbessert damit die Aufenthaltsqualität. Sitzbänke aus massiven Holzauflagen laden zum Verweilen ein.

Das Betondach der Bushaltestelle steht als prägnantes und wichtiges städtebauliches Element für sich, nimmt aber gleichzeitig die Geometrie der bestehenden Dächer im Bereich der Perrons und der Quartiersverbindung auf. Das Busdach wird begrünt. Unter dem Busdach werden zwei Paravents erstellt, die die komplette Infrastruktur der VBZ und weitere Elemente wie Bancomat und Sitznischen enthalten.

Der Max-Frisch-Platz bezieht sich mit seinem zeitgenössischen Ausdruck auf Neu-Oerlikon welches auch mit seiner Grosszügigkeit an das ehemalige Industriegebiet erinnert. Die konsequente und schlichte Gestaltung würdigt den Namensgeber des Platzes Max Frisch.

Projektwettbewerb Max-Frisch-Platz: Bericht des Preisgerichts (November 2009)

Kennzahlen des Projektes

  • Platzfläche inkl. Fahrbahn: rund 6000 m2
  • Betonbusdach: 70 m lang, 7 m breit
  • Anzahl Bänke: 12
  • Anzahl Bäume: 31
  • Kosten:  9,7 Mio. Franken
  • Ausführung: 2016 - 2017

Bahnhofplatz Süd

Neuer Bahnhofplatz Süd mit behindertengerechten Bus- und Tramhaltestellen
Neuer Bahnhofplatz Süd mit behindertengerechten Bus- und Tramhaltestellen

Ankunfts- und Orientierungsort für Bahnreisende ist in Oerlikon der Bahnhofplatz Süd. Er ist Dreh- und Angelpunkt und der Zugang zum Zentrum. Der bis anhin von Autos, Bus und Tram dominierte Platz mit hohen Randsteinen und markierten Fahrspuren wurde nun fussgängerfreundlich und behindertengerecht gestaltet. Niedrige Randsteine ermöglichen ein unkompliziertes Queren und eröffnen neue, diagonal über den Platz führende Wegbeziehungen. Zwischen der Ohmstrasse und der Schulstrasse wurde die Hofwiesenstrasse vom Durchgangsverkehr befreit. Trotzdem bleiben der Anlieferverkehr sowie die Zufahrt zum Swissôtel und zum Neumarkt gewährleistet. Die Haltestellen der Tram- und Buslinien wurden an einem Ort zusammengefasst. Das Tram der 11er-Linie wird nun in beiden Richtungen über die Hofwiesenstrasse und Ohmstrasse geführt und die Tramhaltestelle erhielt eine übersichtliche Wartehalle. Gleichzeitig mit der Neugestaltung des Bahnhofplatzes Süd sanierten die städtischen Werke und private Kabelnetzbetreiber grosse Teile ihrer Infrastruktur (Kanalisation, Werkleitungen).

Kennzahlen des Projektes

  • Sanierte Gesamtfläche: 8500 m2
  • Neue Fussgängerfläche: 1800 m2
  • 5 Bushaltestellen
  • 2 Tram- / Bushaltestellen auf Bahnhofplatz
  • Abwasserkanal: 150 m
  • Wasserleitungen: 300 m
  • Gleis: 1 km
  • Kosten:  18,1 Mio. Franken
  • Ausführung: 2013 - 2014

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