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Memory Clinic

waidspital.ch/memoryclinic
Memory Clinic Stadtspital Zürich Waid

In der Memory Clinic klären wir interdisziplinär Menschen mit Verdacht auf Demenzerkrankungen ab und behandeln sie. Wir bieten unsere Dienste ambulant und stationär an.

Lassen Sie sich abklären, falls Sie unter einer Verschlechterung ihres Gedächtnisses leiden und ihren Alltag nicht mehr im gewohnten Ausmass meistern können.

Für betagte und hochbetagte Menschen (65 Jahre und älter), die nicht nur an einer Hirnleistungsstörung, sondern an mehreren zusätzlichen körperlichen Krankheiten leiden, steht uns das gesamte medizinische Instrumentarium des Stadtspitals Waid zur Verfügung (internistische Spezialuntersuchungen, interdisziplinäres geriatrisches Assessment, radiologische Untersuchungen inkl. Magnetresonanzuntersuchung (MRI)).

Für Menschen (jünger als 65 Jahre), die noch im Arbeitsprozess stehen und aufgrund ihrer Defizite im Gedächtnis und Denken nicht die volle Arbeitsleistung erbringen können, stehen uns neben der Magnetresonanzuntersuchung (MRI) weitere spezielle internistische Abklärungsmöglichkeiten (z. B. Lumbalpunktion) zur Verfügung. Auf Wunsch führen wir weitere Abklärungen wie z.B. die Fahrtauglichkeit oder die Arbeitsfähigkeit durch.

Psychotherapeutische Interventionen und Coping Beratung in der Memory Clinic

  • Falls indiziert bieten wir für Patientinnen, Patienten und ihre Bezugspersonen stützende therapeutische Gespräche (vorwiegend im Frühstadium der Demenz) und / oder verhaltenstherapeutische Interventionen an.
  • Als Copingberaterinnen und -berater setzen wir uns zum Ziel, vorhandene Kraftquellen zu entdecken, zu aktivieren und zu stärken.

Es ist uns wichtig, dass die Betreuung nicht mit der Diagnosestellung endet, sondern dies der Beginn eines gemeinsamen Weges darstellt. Wir bieten regelmässige Nachkontrollen und Einzelgespräche mit Betroffenen, aber auch Angehörigen an. Dabei können nicht nur medizinische Fragen, sondern auch sozialmedizinische Aspekte besprochen werden.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärztinnen und Hausärzten ist uns ebenso wichtig wie die Kooperation mit Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch Angebote, die sich speziell an Betroffene oder aber auch an Angehörige richten.

Kontakt

Stadtspital Zürich Waid
Universitäre Klinik für Altersmedizin
Fax +41 44 417 25 07

Sekretariat

Karin Saxer / Anita Kemeny
Kontaktformular

Leitung Memory Clinic

Dr. Tatjana Meyer, Leitende Ärztin

Zuweisende

Alle Informationen finden Sie hier

Was ist Neuropsychologie?

Die Neuropsychologie klärt Hirnleistungsstörungen bei Erwachsenen ab. Hirnleistungsstörungen können unterschiedlichste Ursachen haben, wie neurologische Erkrankungen (z.B. bei Morbus Parkinson, Morbus Huntington, Multiple Sklerose), neurodegenerative Prozesse wie Demenzerkrankungen, vaskuläre Erkrankungen sowie unfallbedingte Verletzungen (z.B. Schädelhirntrauma) oder auch Hirnleistungsstörungen bei HIV-Erkrankungen.

Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns können zu Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit, der Ausdauer, des Gedächtnisses, der Sprache, des problemlösenden und planerischen Denkens und anderer Funktionen führen.

Auch emotional-affektive Veränderungen gehen oft mit kognitiven Leistungseinbussen einher. Als Folge kann es zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Alltag und Beruf sowie Missverständnissen in Beziehungen kommen.

Eine neuropsychologische Abklärung erfasst das Ausmass und die Art der kognitiven Funktionsbeeinträchtigungen und hilft bei der Diagnosestellung sowie der Einleitung notwendiger Massnahmen für Alltag und Beruf

Wann braucht es eine Abklärung?

Fällt es plötzlich schwerer, sich an Gesprächsinhalte zu erinnern, sich Namen zu merken oder sich an bekannten Orten zu orientieren? Hat sich das Verhalten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin grundlegend verändert? Hat sich die Sprache in den letzten Monaten verändert? Sind neu Sinnestäuschungen aufgetreten? Fällt es schwer, den alltäglichen Anforderungen wie beispielsweise dem Kochen oder der Regelung der Finanzen gerecht zu werden? Werden Termine nicht eingehalten?

Solche Wahrnehmungen können zu grosser Verunsicherung der Betroffenen, aber auch der Angehörigen führen. Es ist sinnvoll, diese Symptome mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu besprechen, sodass bereits erste Untersuchungen vorgenommen werden können.

Zur weiterführenden Abklärung wird Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt dann eine Überweisung in die Memory Clinic machen. 

Wie verläuft die Erstabklärung?

Die Abklärungen erfolgen durch ein multidisziplinäres Team. Üblicherweise sind drei Termine notwendig, um zu einer Diagnose zu gelangen, diese zu besprechen und weitere Schritte zu planen.

Der erste Termin umfasst eine genaue Erhebung der Beschwerden aus Sicht der betroffenen Person, aber auch aus Sicht der Angehörigen. Anschliessend erfolgen eine ärztliche Untersuchung und eine Blutentnahme.

Der zweite Termin dient der neuropsychologischen Untersuchung, wo anhand von verschiedenen Aufgaben die Stärken und Kompetenzen, aber auch mögliche Schwierigkeiten in einzelnen Bereichen, wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Planen etc. ermittelt werden.

Falls noch keine Bildgebung des Gehirns durch die zuweisende Ärztin oder den zuweisenden Arzt erfolgt ist, wird im Anschluss an die neuropsychologische Untersuchung eine MRI-Untersuchung des Gehirns durchgeführt.

Im letzten Termin besprechen wir die erhobenen Resultate und das weitere Vorgehen.

Häufig gestellt Fragen

Weshalb braucht es eine frühe Diagnose? 
Durch eine frühe Abklärung können einerseits reversible Faktoren behandelt werden, andererseits können verschiedene medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapien eingeleitet werden. Eine Demenzerkrankung kann aktuell nicht geheilt, aber bereits in frühen Stadien behandelt werden. Auch wenn die Übermittlung einer allfälligen Demenz-Diagnose Trauer, Wut und Angst auslösen kann, so trägt sie auch dazu bei, dass die Symptome eingeordnet werden können und die Ungewissheit sowohl für die Betroffenen als auch die Angehörigen abnimmt. Durch Anpassung der Umgebung kann die Lebensqualität sowohl für die betroffene Person als auch die Angehörigen verbessert werden.

Eine Diagnose ermöglicht es zudem, die Zukunft besser zu planen.
 

Wer übernimmt die Kosten der Abklärung und Behandlung?
Die Kosten der Abklärung werden abzüglich des Selbstbehalts von den Krankenkassen übernommen.
 

Was, wenn die betroffene Person ihre Krankheit nicht wahrnimmt?
Eine sogenannte Anosognosie, also eine fehlende Krankheitseinsicht, ist ein häufiges und oft schon früh auftretendes Symptom einer Demenzerkrankung, kann aber auch bei anderen Krankheiten auftreten. Indem die betroffene Person die Situation anders wahrnimmt als Angehörige, kommt es zu gehäuften Konflikten.

Es ist sinnvoll, dass eine genaue Diagnose gestellt wird und im Diagnosegespräch die verschiedenen Wahrnehmungen und der Umgang mit der Anosognosie thematisiert werden.


Ich bin noch jung, bemerke aber trotzdem Einschränkungen in meiner geistigen Leistungsfähigkeit
Das Risiko, an einer Alzheimerdemenz zu erkranken, steigt mit dem Alter an. Andere Demenzformen treten häufig bereits früher auf. Auch Depressionen, Medikamente belastende Situationen und viele andere Faktoren können sich auf kognitiven Funktionen negativ auswirken. Obschon sich Menschen häufig dafür schämen, von einer Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit zu berichten, so empfehlen wir trotzdem, dies mit der Hausärztin oder dem Hausarzt zu besprechen, damit eine weitere Diagnostik durchgeführt werden kann. 

Ergänzende Angebote und Therapien

Angehörigenforum (sobald im Rahmen der Pandemie wieder möglich)

Musiktherapie (Alzheimervereinigung)

Ergotherapie

Logopädie

Physiotherapie

Alzheimer Zürich

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