Die bestehende Rathausbrücke aus den frühen 1970er-Jahren ist sanierungsbedürftig und muss erneuert werden. Zudem stellt sie heute eine Engstelle für den Abfluss der Limmat dar. Der aus einem Wettbewerb hervorgegangene Ersatzneubau schafft mit einer schlankeren Konstruktion, weniger Pfeilern im Fluss und einer abgesenkten Limmatsohle mehr Raum für das Wasser und trägt so zum Hochwasserschutz bei. Die neue Brücke fügt sich dabei gestalterisch in den historischen Kontext ein und bleibt ein wichtiger Aufenthalts- und Begegnungsort: Sie bietet genügend und qualitativ hochwertigen Platz für den Wochenmarkt, Veranstaltungen sowie den Fuss- und Veloverkehr.
Bauablauf in mehreren Etappen
Der Bau erfolgt etappenweise, um die Erreichbarkeit für die Bevölkerung und das Gewerbe möglichst aufrechtzuerhalten. Zunächst werden ab 12. Januar 2026 die Installationsflächen eingerichtet und vorbereitende Arbeiten ausgeführt. Anschliessend wird die bestehende Brücke schrittweise von West (Weinplatz) nach Ost (Limmatquai) zurückgebaut. Parallel dazu erfolgen Arbeiten in der Limmat: Die Sohle des Flusses wird abgesenkt, und die neuen Brückenfundamente werden erstellt. Danach werden die neuen Widerlager und Pfeiler errichtet, bevor die neue Brückenplatte eingebaut wird. Zum Abschluss folgen Belagsarbeiten, Arbeiten am Geländer, das Aufstellen der Sitzbänke sowie die Inbetriebnahme. Voraussichtlich bis Ende 2028 werden die Hauptarbeiten abgeschlossen sein, Anfang 2029 erfolgen dann die Fertigstellungsarbeiten für den Plan Lumière und die Baumpflanzung auf dem Weinplatz.
Die Arbeiten werden, wo möglich, mit weiteren Bauvorhaben im Umfeld abgestimmt, um die Belastungen für die Anwohnenden und das örtliche Gewerbe gering zu halten.
Erreichbarkeit und Betrieb während der Bauzeit
Der Fussverkehr wird während der gesamten Bauzeit über eine Passage auf der Nordseite der Brücke aufrechterhalten. Auf der Südseite wird ab Juni 2026 für den Liefer-, Fuss- und Veloverkehr eine Hilfsbrücke in Betrieb genommen. Danach wird die Rathausbrücke für den Verkehr gesperrt. Die Verkehrsführung auf dem Limmatquai sowie in der Storchen- und Strehlgasse bleibt unverändert.
Der Markt auf der Rathausbrücke wird ab 10. Januar 2026 bis Sommer 2028 am Stadthausquai auf der Höhe des Hans-Waldmann-Denkmals stattfinden.
Kosten
Im November 2024 stimmten die Stadtzürcher Stimmberechtigten einem Kredit von 58,35 Millionen Franken für den Ersatzneubau der Rathausbrücke zu. Die Ausgaben basierten auf einem Kostenvoranschlag, die Arbeiten wurden in einem öffentlichen Submissionsverfahren ausgeschrieben. Nach der Offertöffnung mussten die beteiligten Stellen feststellen, dass beide eingegangenen Angebote völlig unerwartet deutlich über den im Kostenvoranschlag ermittelten Kosten liegen. Aus diesem Grund beantragte der Stadtrat dem Gemeinderat einen Zusatzkredit von 18,60 Millionen Franken (vgl. Medienmitteilung vom 27. August 2025), den der Gemeinderat am 1. Oktober 2025 bewilligte. Der Gesamtkredit für den Ersatzneubau der Rathausbrücke beläuft sich neu auf 76,95 Millionen Franken.
Weitere Informationen
Evelyne Richiger, Leiterin Kommunikation
Tiefbauamt
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E-Mail evelyne.richiger@zuerich.ch