Der Stadtrat bewilligte in den Jahren 2017 und 2023 für die Projektierung der Gesamtsanierung des Geschäftshauses «Corso» beim Bellevue insgesamt 6,0 Millionen Franken (STRB Nr. 2867/2023). Entsprechend dem üblichen Planungsverlauf wurde die Bausubstanz inzwischen vertieft untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Instandsetzungsbedarf bei einigen Gebäudeteilen wesentlich grösser ist als ursprünglich angenommen. In der Folge wurden die Projektziele überprüft.
Umfang und Auswirkungen der Instandsetzung
Die Instandsetzungsarbeiten betreffen vor allem den Brandschutz, den hindernisfreien Zugang, die Verbesserung der Erdbebensicherheit, die Erneuerung der Gebäudehülle mit besserer Wärmedämmung, den vollständigen Austausch der Gebäudetechnik sowie die Stabilisierung der Gebäudestruktur.
Da der Sanierungsbedarf grösser ist als ursprünglich angenommen, hat die Stadt beschlossen, das Gebäude so umzubauen, dass es künftig vielseitig genutzt werden kann und die Investitionen langfristig sinnvoll sind. Mit der Kinobetreiberin «blue Entertainment AG» hat sie sich darauf geeinigt, den bestehenden Mietvertrag per Baubeginn aufzulösen. Bis dahin – voraussichtlich bis ins Jahr 2029 – läuft der Kinobetrieb unverändert weiter.
Rückkehr zur ursprünglichen Nutzung
Das sanierte «Corso» soll als Eventhaus die kulturelle Tradition des Standorts wiederbeleben und beispielsweise mit Live-Darbietungen ein breites Publikum ansprechen. Dafür wird ein Nutzungskonzept entwickelt, das die Angebote der verbleibenden Mietpartei «Dancing Mascotte AG» – Club und Restaurant – einbezieht.
Die Stadt erhält regelmässig Anfragen, die das Interesse an diesem prominenten Standort unterstreichen. Die Vermietung der freiwerdenden Fläche an eine oder mehrere Drittparteien wird zu einem späteren Zeitpunkt gemäss den städtischen Vorgaben öffentlich ausgeschrieben. Derzeit prüft die Stadt auch, ob das Gebäude während der anstehenden Instandsetzung des Pfauen als Ausweichstandort für das Schauspielhaus zwischengenutzt werden kann. Aufgrund der denkmalgeschützten Gebäudestruktur ist eine Umnutzung in Büro-, Gewerbe- oder Wohnflächen nicht möglich.
Zusätzlicher Projektierungsaufwand
Die umfangreicheren Bauarbeiten sowie die Rückkehr zur ursprünglichen Nutzung als Eventhaus erfordern einen erhöhten Projektierungsaufwand. Der Stadtrat hat deshalb einer Erhöhung des Projektierungskredits um 5,0 Millionen Franken zugestimmt, damit auf Basis der tiefergehenden Eingriffe und der Nutzungsänderung eine neue Kostenschätzung für die weiteren Planungsschritte erstellt werden kann.
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