Mit dem Ersatzneubau, bestehend aus drei Gebäuden, baut die SAW ihr Wohnungsangebot deutlich aus: Statt wie bisher 84 entstehen auf dem Areal künftig 138 Alterswohnungen. Ergänzt werden diese durch eine Pflegewohngruppe mit 23 Plätzen unter der Leitung der Gesundheitszentren für das Alter. «Das ermöglicht den Mieter*innen den fliessenden Übergang vom selbständigen Wohnen über das Wohnen mit Dienstleistungen bis zum Wohnen mit Pflege und Betreuung rund um die Uhr, und das an einem Ort», zeigt sich Andrea Martin-Fischer, Direktorin der SAW, erfreut. Eines der drei Gebäude stellt die Stiftung spezifisch älteren Angehörigen der LGBTIQ+-Gemeinschaft zur Verfügung.
Wichtiger Beitrag zur städtischen Altersstrategie 2035
Damit leisten die SAW und ihre beiden Projektpartner*innen, queerAltern Zürich und die Gesundheitszentren für das Alter in mehrfacher Hinsicht einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Altersstrategie 2035 der Stadt Zürich: Sie schaffen mehr bezahlbare Alterswohnungen in der Stadt Zürich, sorgen für neue Wohnangebote für unterschiedliche Lebensformen im Alter, fördern innovative Wohnformen und stärken die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen städtischen Anbietern von Wohnen für ältere und betagte Menschen. «Der Espenhof Nord ist ein schweizweit einzigartiges Pionierprojekt. Er steht exemplarisch für unseren Weg mit mehr bezahlbarem Wohnraum, vielfältigen Lebensformen im Alter und der Sicherheit, auch im Alter in der Stadt Zürich bleiben zu können. Bis 2035 bauen wir das Angebot an Alterswohnungen um rund 1000 Wohnungen aus», sagt Andreas Hauri, Stadtrat und SAW-Stiftungsratspräsident.
Architektonische Kontinuität und zeitgemässe Erneuerung
Der Ersatzneubau der Arbeitsgemeinschaft Bollhalder Walser + Theres Hollenstein mit planetage Landschaftsarchitekten wird 138 1,5- bis 3,5 Zimmer-Wohnungen umfassen, die zweiseitig zu Hof- und Gartenräumen orientiert sind. Eine grosse, identitätsprägende Buche bildet die Mitte der Anlage. Die drei geplanten Gebäude ergänzen sensibel den denkmalgeschützten Siedlungsteil «Espenhof Süd» und integrieren die Gesamtanlage mit den drei Siedlungsteilen Espenhof Nord, Süd und West städtebaulich und sozialräumlich gut ins Quartier Albisrieden. Das Angebot der Gesundheitszentren für das Alter richtet sich an pflegebedürftige Menschen. Die Wohngemeinschaften der Pflegewohngruppe mit 23 Plätzen – verteilt über drei Stockwerke – werden überschaubar und von einer familiären Atmosphäre geprägt sein. Der Bezug der Siedlung und der Pflegewohngruppen der Gesundheitszentren ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.
Über die Projektpartner*innen
Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) betreibt auf städtischem Gebiet 36 Siedlungen mit mehr als 2000 bezahlbaren Wohnungen für Menschen ab 60 Jahren. Sie unterstützt ihre Mieter*innen mit alltagsnahen, sozialen und pflegerischen Dienstleistungen und ermöglicht ihnen dadurch eine hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter. Ihr vielfältiges soziokulturelles Angebot unterstützt den Aufbau nachbarschaftlicher Kontakte und ein aktives Siedlungsleben. Die SAW wurde 1950 gegründet. Sie ist eine gemeinnützige, öffentlich-rechtliche Stiftung mit eigener Rechtspersönlichkeit.
Der Verein queerAltern Zürich wurde im Herbst 2014 gegründet – mit dem Ziel, für die LGBTIQ+-Community der Stadt diskriminierungsfreie Lebensorte und Wohnmöglichkeiten zu schaffen. In einem Gebäude der SAW-Siedlung Espenhof Nord werden queeren Menschen 26 Wohnungen zur Verfügung stehen. Das ermöglicht es ihnen, ihr Leben gemeinschaftlich zu gestalten, sich gegenseitig zu unterstützen und bei Bedarf unkompliziert in eine der drei Pflegewohngruppen der Gesundheitszentren für das Alter überzutreten. Für das inkludierende Zusammenleben haben SAW, queerAltern Zürich und die Gesundheitszentren gemeinsam das Betriebskonzept «Espenhof – Wir leben Vielfalt!» entwickelt.
Die Gesundheitszentren für das Alter (GFA) sind mit 34 Standorten, über 3000 Bewohner*innen, 3300 Mitarbeitenden und 800 Auszubildenden die grösste Anbieterin stationärer Langzeitpflege in der Stadt Zürich. Sie bieten ein umfassendes Wohnangebot, stationäre Langzeitpflege, spezialisierte Pflege und Betreuung für Menschen mit Demenz sowie temporäre Aufenthalte wie Übergangspflege für ältere Menschen. Das ambulante Angebot umfasst die Memory Clinic Entlisberg, die Gerontologische Beratungsstelle SiL und vier Tageszentren.
(Gemeinsame Medienmitteilung der Stadt Zürich und der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich)
Weitere Informationen
Petra Baumberger, Leiterin Kommunikation
Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW)
T +41 44 415 73 77
M +41 79 213 64 87
E-Mail petra.baumberger@zuerich.ch