Seit 1998 befragt die Stadtentwicklung Zürich in regelmässigen Abständen Personen, die in die Stadt Zürich kommen oder wegziehen. Die nächsten Resultate der Befragung werden im Mai 2026 vorliegen. In Ergänzung zu dieser Befragung liegt nun eine Analyse der Wegzüger*innen vor, die sich auf städtische Registerdaten stützt. Damit stammen die Daten nicht aus einer Stichprobe, sondern es handelt sich um eine Vollerhebung der wegziehenden Bevölkerung während der Jahre 2013 bis 2022. Die Gruppe der Wegzüger*innen wird dabei stets mit den innerhalb der Stadt umziehenden Menschen sowie mit der Gesamtbevölkerung der Stadt Zürich verglichen.
Jung, gutverdienend und ausländischer Herkunft
Die Analyse zeigt: Die Wegziehenden verfügen durchschnittlich über deutlich höhere Haushaltseinkommen als die Gesamtbevölkerung. 31 Prozent der Wegziehenden gehören zum Viertel der Stadtbevölkerung mit den höchsten Einkommen. Auch unter den Zuziehenden zählt ein grosser Teil zu diesen Gutverdienenden.
Über 60 Prozent der Personen, die innerhalb der Stadt umziehen oder aus der Stadt wegziehen, sind zwischen 20 und 39 Jahre alt. In der gesamten Bevölkerung hingegen zählen nur 38 Prozent zu dieser Altersgruppe. Die junge Generation ist also klar die mobilste.
Bei den Wegzüger*innen handelt es sich zu 55 Prozent um Ausländer*innen. Dies ist ein hoher Wert; in der Stadt Zürich beläuft sich der Anteil der Ausländer*innen auf 32 Prozent. Auch unter den Zuziehenden ist der Anteil der Ausländer*innen mit gut 60 Prozent überdurchschnittlich hoch.
Auffallend ist zudem, dass die Weg- und Umziehenden im Schnitt nur sehr kurz an ihrer letzten Adresse in der Stadt Zürich gelebt haben. So wohnten 33 Prozent der Wegzüger*innen weniger als ein Jahr in ihrer letzten Stadtzürcher Wohnung. Bei 78 Prozent waren es weniger als fünf Jahre. In der gesamten Bevölkerung hingegen lebt fast die Hälfte schon fünf oder mehr Jahre in der aktuellen Wohnung.
Weitere Informationen
Anna Schindler, Direktorin
Stadtentwicklung
T +41 44 412 36 62
E-Mail anna.schindler@zuerich.ch