Mit aktuell rund 740 Projekten sorgt das Tiefbauamt für eine sichere, zuverlässige und zukunftstaugliche Infrastruktur. 2026 starten im Rahmen dieser Projekte 134 Baustellen. 62 weitere Baustellen wurden bereits vor 2026 begonnen und werden fortgeführt. Anzahl Tiefbauvorhaben und Investitionen liegen im langjährigen Mittel. Die Bauarbeiten sind notwendig für den Werterhalt und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Standort Zürich. Gleichzeitig bieten sie die Chance, Stadträume aufzuwerten, den Verkehr klimafreundlicher zu gestalten und die Lebensqualität zu verbessern.
Sämtliche Bauarbeiten werden sorgfältig geplant und koordiniert, um im dicht genutzten Stadtraum die Auswirkungen auf Bevölkerung und Gewerbe möglichst gering zu halten. Für eine niederschwellige und frühzeitige Information ergänzt eine neue Online-Übersicht die bisherige Baustellenliste. In der Übersicht abgebildet werden Lage, Dauer und weitere Information zu den jeweiligen Vorhaben.
Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040» als Grundlage
Sämtliche Tiefbauvorhaben folgen konsequent der städtischen Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040». Mit der Strategie wird das langfristige Ziel verfolgt, Zürich lebenswert zu halten und klimaneutral zu werden. Die Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040» bündelt die Vorgaben aus Volksabstimmungen und Richtplanung und setzt entsprechend klare Prioritäten zugunsten von Fuss-, Velo- und öffentlichem Verkehr sowie für einen Ausbau der Grünflächen und gegen übermässige Hitze im Strassenraum.
Mehr Raum und Sicherheit für den Veloverkehr
Ein Schwerpunkt der Veloförderung liegt auch 2026 auf dem Ausbau des Velovorzugsroutennetzes, so sind rund 100 entsprechende Vorhaben in Planung und Umsetzung. Im Frühling 2026 wird ein neuer Abschnitt der Velovorzugsroute «Altstetten–Hauptbahnhof» zwischen Stauffacher- und Kasernenstrasse fertiggestellt und bereits ab Februar wird zwischen dem Stauffacherquai und dem See der erste Abschnitt der Velovorzugsroute «Bullingerplatz–See» umgesetzt. Ab Herbst kommen die Velofahrenden vom Stauffacherquai her über die Selnaustrasse, die Sihlamtsstrasse, die Flössergasse und die Tödistrasse sicher und einfach in Richtung See.
Fernwärme, Hindernisfreiheit und mehr Grün
Der Fernwärmeausbau ist zentral für die städtischen Klimaziele. 2026 sind darum ganze 31 Fernwärme-Baustellen aktiv. Der Ausbau wird mit weiteren Bauvorhaben zur Erneuerung der Werkleitungen koordiniert und, wo möglich, mit Aufwertungen des Stadtraums kombiniert. Zudem werden in Erfüllung der Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes 45 Tram- oder Bushaltekanten hindernisfrei umgebaut oder neu erstellt. Um Grünflächen auszubauen und für die Hitzeminderung, sieht das Stadtgrün-Programm derzeit rund 20 Projekte vor. In diesen Projekten werden unter anderem Flächen entsiegelt und begrünt, Bäume gepflanzt und Sitzbänke aufgestellt.
Ausgewählte Baustellen 2026
Folgende Vorhaben stehen exemplarisch für die strategische Ausrichtung der Tiefbauarbeiten im Stadtraum:
- Talstrasse: Ab April werden beidseitig Velostreifen umgesetzt, der Belag erneuert und Fussgängerquerungen optimiert. Parallel dazu werden umfangreiche Arbeiten an der Kanalisation und an Wasser-, Energie- und Gasleitungen durchgeführt sowie Lärmschutzmassnahmen umgesetzt. Die Arbeiten dauern bis etwa Herbst 2027.
- Sihlhölzlibrücke: Ab Juli wird die Brücke saniert und für den getrennten Fuss- und Veloverkehr verbreitert. Gleichzeitig werden Entwässerung, Beleuchtung, Lichtsignalanlagen und Wasserleitungen erneuert. Die Arbeiten dauern rund zwei Jahre.
- Haltestelle Zwielplatz, Limmattalstrasse: Während der Sommerferien soll die Haltestelle hindernisfrei umgebaut und damit die Zugänglichkeit deutlich verbessert werden.
- Fernwärmeausbau Altstetten-Ost: Die Luggwegstrasse und umliegende Quartierstrassen werden an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zudem sind ab Frühling 2027 umfangreiche Aufwertungen mit 116 neuen Bäumen, breiteren Trottoirs, Velostreifen, zusätzlichen Veloabstellplätzen und hindernisfreien Haltestellen geplant.
- Rathausbrücke: Am 12. Januar 2026 starteten die Arbeiten für den Ersatzneubau der Rathausbrücke. Die Brücke wird bis 2029 ersetzt, zudem werden Hochwasserschutzmassnahmen im Flussbett umgesetzt. Die neue Brücke bietet mehr Platz für den Fussverkehr und Bänke an den Seiten erhöhen die Aufenthaltsqualität. Der offene Platz in der Mitte kann für den Wochenmarkt oder das Karussell genutzt werden.
- Tramhaltestelle «Bahnhofquai»: Die zentrale Haltestelle wird bis Ende 2026 umfassend saniert, erweitert und hindernisfrei ausgebaut. Aufgrund der komplexen Lage und denkmalpflegerischer Vorgaben erfordert das Projekt besonders sorgfältige Bauabläufe.
- Scheuchzerstrasse: Seit September 2025 wird das Gebiet oberhalb der Riedtlistrasse mit Fernwärme erschlossen und die Werkleitungen sowie die Kanalisation werden erneuert. Für die Velofahrenden entsteht eine Velovorzugsroute und die Gegend wird mit Bäumen und nach dem Schwammstadtprinzip begrünt. Die Arbeiten dauern bis Ende 2027.
Weitere Informationen
Evelyne Richiger, Leiterin Kommunikation
Tiefbauamt
T +41 44 412 46 54
E-Mail evelyne.richiger@zuerich.ch