Die Gärtnerei Reckenholz in Zürich-Affoltern wird seit 2016 von der Genossenschaft «meh als gmües» betrieben. Die Gebäude und technischen Anlagen stammen grösstenteils aus den 1950er-Jahren und müssen instand gesetzt werden. Damit die Gärtnerei langfristig für die lokale Gemüseproduktion nutzbar bleibt und gesetzliche Anforderungen erfüllt werden, sind umfassende bauliche Massnahmen notwendig.
Bestehende Anlage wird funktional und betriebssicher erneuert
Mit dem Projekt werden das Gärtnereigebäude, die Orangerie, der Holzschopf, die drei Gewächshäuser und die Umgebung ohne Pflanzenflächen sowie die Hauptzuleitungen für Wasser und Elektro instand gesetzt und die Aussenbewässerung normgerecht angepasst. Durch den Einbau einer Hebebühne wird das Untergeschoss des Gärtnereigebäudes grösstenteils schwellenlos erschliessbar. Hinzu kommen zwei Nebenbauten: Ein Depot mit kontrollierten klimatischen Bedingungen für die Verarbeitung und Lagerung der Lebensmittel und ein Unterstand für Fahrzeuge.
Der Stadtrat bewilligt für die Arbeiten einmalige Ausgaben von 8,465 Millionen Franken einschliesslich Photovoltaikanlagen. Davon entfallen 6,561 Millionen Franken auf gebundene einmalige und 1,904 Millionen Franken auf neue einmalige Ausgaben.
Umsetzung mit Fokus auf Nachhaltigkeit und «Re-Use»
Für die Gesamtinstandsetzung werden im Sinne des umweltschonenden Bauens wo möglich bestehende Bauteile weiterverwendet. Ebenso ist für die geplanten Nebenbauten ein möglichst hoher Anteil an wiederverwendeten Bauteilen («Re-Use») geplant. Auf geeigneten Dachflächen werden Photovoltaikanlagen realisiert. Die Regenwassernutzung wird ausgebaut und die Bewässerungsinfrastruktur erneuert. Die Umgebungsgestaltung berücksichtigt Biodiversität und Hitzeminderung. Der Beginn der Instandsetzung ist für Ende 2026 geplant, der Bauabschluss soll im ersten Quartal 2028 erfolgen.
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