2025 hat die Stadt Zürich eine Lohngleichheitsanalyse nach dem vom Bund anerkannten Verfahren (Standard-Analyse-Instrument Logib) durchgeführt. Mit 1,4 Prozent nicht erklärbarer Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern liegt die Stadt Zürich deutlich unterhalb des Zielwerts von 2,5 Prozent, den das Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EGB) 2024 neu eingeführt hat. Noch deutlicher liegt das Ergebnis unter dem von Logib festgelegten Grenzwert von 5 Prozent. Wird dieser überschritten, kann dies auf mögliche Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern beim Lohn hinweisen.
Der Durchschnittslohn von Frauen und Männern unterscheidet sich um 8,4 Prozent. Davon sind 7 Prozentpunkte auf personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale, wie beispielsweise Funktion, Anforderungsniveau, Ausbildung, Alter und Dienstalter zurückzuführen. Es verbleibt eine Lohndifferenz von 1,4 Prozent zuungunsten der Frauen, die mit Logib nicht erklärt werden kann. Diese Lohndifferenz ist jedoch zum grossen Teil mit organisationsspezifischen Faktoren der Stadt Zürich wie z. B. branchenspezifischen Ausbildungsprogrammen erklärbar. Es gibt somit keine systematische Lohndiskriminierung bei der Stadt Zürich.
Daten aktuell erhoben
Für die Lohngleichheitsanalyse nach Logib hat die Stadt Zürich im März und im April 2025 erstmals den höchsten Ausbildungsabschluss pro Person erhoben. Sowohl die Analyse-Daten als auch die Analyse-Ergebnisse wurden durch eine externe, vom Bund anerkannte Revisionsstelle überprüft und bestätigt.
Für die Lohngleichheitsanalysen, die die Stadt Zürich bereits 2017 und 2021 mit sehr gutem Ergebnis durchgeführt hat, wurde hingegen die für eine Funktion idealtypische Ausbildung und nicht die individuelle höchste Ausbildung verwendet. Aufgrund der veränderten Datengrundlage sind die Ergebnisse nur begrenzt mit den bisher durchgeführten Lohngleichheitsanalysen vergleichbar.
Lohngleichheit wird gelebt
Mit einer Lohndifferenz von 1,4 Prozent nach Logib liegt die Stadt Zürich deutlich tiefer als der Durchschnitt. 2023 hat die Forschungsstelle für internationales Management der Hochschule St. Gallen eine durchschnittliche nicht erklärbare Lohndifferenz von 3,3 Prozent ermittelt. Die Studie berücksichtigte die Ergebnisse von 463 Unternehmen, die eine Lohngleichheitsanalyse nach Logib durchgeführt haben.
Das gute Ergebnis zeigt: Die langjährigen Bemühungen der Stadt Zürich, die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern sicherzustellen, haben sich gelohnt. Bereits im September 2016 unterzeichnete die Stadt Zürich die nationale Charta «Lohngleichheit im öffentlichen Sektor». Die Lohngleichheit ist ein wichtiges Ziel des Gleichstellungsplans der Stadt Zürich.
Das städtische Lohnsystem unterstützt die Lohngleichheit. Im Rahmen der jährlichen Lohnrunde hat die Stadt Zürich einen strukturierten, einheitlichen Prozess etabliert, der die Überprüfung der Löhne sicherstellt. Ergänzend erfolgt ein regelmässiges Monitoring von Kennzahlen, die auf Ungleichheiten beim Lohn hinweisen können. Die Stadt Zürich wird weiterhin alle vier Jahre eine Lohngleichheitsanalyse durchführen.
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Finanzdepartement
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