Der Klimawandel, die Netto‑Null‑Ziele sowie das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum stellen den Stadtraum und die Mobilität in Zürich vor grosse Herausforderungen. Um die hohe Lebensqualität auch in Zukunft zu sichern und die städtischen Klimaziele zu erreichen, wird der begrenzte Stadtraum nach den Zielen der Strategie «Stadtraum und Mobilität 2040» qualitätsvoll nach innen weiterentwickelt und die wachsende Mobilität effizient und umweltschonend abgewickelt.
Die dafür notwendigen Strassenbauprojekte benötigen von der Planung bis zur Umsetzung mehrere Jahre. Um die Transformation des Stadtraums dennoch rasch voranzutreiben und auf neue Bedürfnisse reagieren zu können, gewinnt die kurzfristige Stadtraumaufwertung an Bedeutung. «Mit einfachen Eingriffen erreichen wir rasch und unbürokratisch spürbare Verbesserungen – von der Aufenthaltsqualität bis zur Veloinfrastruktur», freut sich Stadträtin Simone Brander.
Neues Konzept setzt Leitlinien und stärkt departementsübergreifende Koordination
Um die Vielzahl dieser Projekte besser zu steuern und den Wissenstransfer zu fördern, hat der Stadtrat ein Konzept verabschiedet. Dieses beschreibt die Bedeutung und den Mehrwert kurzfristiger Stadtraumaufwertung, bietet eine Orientierung zur Einordnung der Projekte und legt Anforderungen an Organisation und Prozesse fest. Das Konzept schafft zudem die Grundlage zur Einrichtung eines departementsübergreifenden Koordinationsgefässes. Dieses ergänzt bestehende Projekt- und Programmstrukturen und ermöglicht eine bessere Übersicht, einen regelmässigen Austausch sowie eine koordinierte Beratung über alle Departemente hinweg.
Einfache Massnahmen mit grosser Wirkung
Die kurzfristige Stadtraumaufwertung erfolgt in der Regel durch Massnahmen an der Strassenoberfläche, etwa durch Umnutzung von Strassenraum, farbliche Markierungen oder flexible Gestaltungselemente. Solche Eingriffe kommen meist ohne grosse bauliche Veränderungen aus, machen neue Nutzungen sofort sichtbar und erhöhen die Aufenthaltsqualität im Quartier. Gleichzeitig erlauben sie es, den Wandel von Stadtraum und Mobilität unmittelbar erlebbar zu machen und flexibel auf lokale Bedürfnisse einzugehen.
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Helen Berg
Projektleiterin Kommunikation
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