Die Stadt Zürich hat die Verordnung über die Bewilligung von Ausgaben für die Arbeitsintegration (AS 851.170) umfassend überarbeitet. Die neue Verordnung über die Arbeitsintegration (VO AI) bildet erstmals die gesamte Arbeitsintegration der Stadt in einem einheitlichen, zukunftsorientierten Rechtsrahmen ab – von den Angeboten der Sozialen Einrichtungen und Betriebe oder des Laufbahnzentrums bis hin zu von der Stadt Zürich unterstützten Angeboten privater Trägerschaften.
Klare und differenzierte Integrationsziele
Die Arbeitsintegration verfolgt klare und differenzierte Integrationsziele, die in der neuen Verordnung auch so festgehalten sind. Wer die Voraussetzungen für eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt mitbringt, soll gezielt unterstützt werden, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und wieder zu Erwerbsarbeit und wirtschaftlicher Unabhängigkeit zu befähigen. Wenn eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt hingegen wenig realistisch ist, soll eine regelmässige Arbeitstätigkeit ohne Druck in erster Linie Tagesstruktur, soziale Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Einheitliche und zukunftsgerichtete Rechtsgrundlage
Die VO AI bildet dafür eine einheitliche und zukunftsgerichtete Rechtsgrundlage, die Klarheit schafft und veränderten rechtlichen wie auch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung trägt. Sie knüpft an die 2017 lancierte Arbeitsmarktstrategie des Sozialdepartements an und vollzieht die fachlichen Entwicklungen der letzten Jahre auf Stufe Rechtsgrundlage.
Mehr Handlungsspielraum für die Zukunft
Die neue Verordnung gibt dem Stadtrat zudem zusätzliche Kompetenzen bei der Schaffung und Führung von Arbeitsintegrationsangeboten sowie deren Finanzierung. Damit erhält der Stadtrat den nötigen Handlungsspielraum, um rasch auf neue Entwicklungen rund um den Arbeitsmarkt reagieren und die Arbeitsintegration bedarfsgerecht ausgestalten zu können. Das entspricht auch dem Anliegen der Motion GR 2020/308, die mehr Flexibilität in der Arbeitsintegration verlangte.
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Debora Komso, Stv. Leiterin Kommunikation
Sozialdepartement
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