Die Schulanlage Aemtler in Zürich-Wiedikon ist instandsetzungsbedürftig. In einem ersten Schritt sollten deshalb auf der Aemtlerwiese Erdsonden gebohrt und anschliessend Schulraumprovisorien errichtet werden. Letztere gewährleisten den Schulbetrieb, damit die Bauarbeiten aus Sicherheitsgründen in den leeren Gebäuden Aemtler B und später Aemtler A erfolgen können. Aufgrund eines Rekurses aus der Nachbarschaft mussten die Arbeiten kurz vor Beginn der Erdsondenbohrungen im Herbst 2025 unterbrochen werden.
Die Rekurspartei hat gegen die Erdsonden sowie die Schulraumprovisorien Rechtsmittel ergriffen. Inzwischen hat das Baurekursgericht beide Rekurse abgewiesen beziehungsweise ist nicht darauf eingetreten. Daraufhin hat die Rekurspartei beide Rekurse an das Verwaltungsgericht weitergezogen. Stand heute ist nicht absehbar, wie lange die Verfahren andauern werden. Deshalb hat sich die Stadt Zürich als Bauherrschaft entschieden, die Aemtlerwiese für das Quartier vorübergehend wiederherzustellen. Die Wiederherstellung beginnt am Mittwoch, 29. April 2026.
Die Kosten für die Wiederherstellung der Aemtlerwiese belaufen sich auf rund 480 000 Franken. Darin enthalten sind die Umplanung mit neuen Ablaufplänen für die beauftragten Unternehmen, die Mehrwertsteuer sowie Bauarbeiten vor Ort: Diese umfassen hauptsächlich das Wiederanliefern und Einbringen des Materials zum Auffüllen der für die Erdsonden erstellten Baugrube, das Verlegen des Rollrasens inklusive Erstpflege und den Rückbau der Baustelleninstallation.
Wenn das Wetter während der Wiederherstellung mitspielt, sollte die Aemtlerwiese ab den Sommerferien 2026 vorübergehend genutzt werden können.
Rekursrisiko auch bei Aemtler A und B
Katrin Wüthrich, Präsidentin der Kreisschulbehörde Limmattal, meint dazu: «Ich bedaure die Rekurse sehr. Dadurch verzögert sich das Ziel ‘Infrastruktur für die Tagesschule’ auf unbestimmte Zeit.»
Bereits letztes Jahr haben die städtischen Projektbeteiligten vergeblich den Dialog mit der Rekurspartei gesucht. Diese zieht in Erwägung, auch gegen die Sanierung der Gebäude Aemtler A und Aemtler B Rechtsmittel zu ergreifen. Für die Projektbeteiligten ist dies nicht nachvollziehbar, bedeutet die Instandsetzung schliesslich einen Mehrwert für die Schulkinder, Lehrer*innen und das ganze Quartier.
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Franziska Martin, Leiterin Kommunikation
Amt für Hochbauten,
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