Obwohl die Arbeitslosigkeit in der Stadt Zürich auf einem tiefen Niveau bleibt und der Lehrstellenmarkt stabil ist, finden viele junge Menschen keinen Zugang zur beruflichen Grundbildung. Besonders stark gestiegen ist der Anteil psychisch belasteter Jugendlicher, die mit Schulabbrüchen, fehlenden sozialen Netzwerken oder ohne familiäre Unterstützung dastehen. Die Angebote müssen daher niederschwelliger, flexibler und individueller werden.
Die Stadt Zürich setzt dabei auf ein breites Netzwerk aus eigenen und privaten Angeboten. Konkret geht es um die Finanzierung von sieben privaten Arbeitsintegrationsangeboten für die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen, die keine Leistungen aus einem sozialen Sicherungssystem (IV, RAV, Sozialhilfe) beziehen. Diese Angebote ergänzen das städtische Begleitangebot B 25 – Berufseinstieg bis 25 und arbeiten eng mit dem städtischen Laufbahnzentrum und anderen Fachstellen zusammen.
Bedarfsgerechte und zielgerichtete Unterstützung
Die Stadt Zürich sichert mit der Finanzierung dieser Angebote die kontinuierliche, bedarfsgerechte und zielgerichtete Unterstützung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit erschwerten Startbedingungen. Zudem trägt die Stadt damit aktiv dazu bei, den Anteil der 25-Jährigen ohne abgeschlossene Erstausbildung von aktuell rund 10 Prozent im Kanton Zürich in Richtung des gemeinsamen Ziels von 5 Prozent zu senken.
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat für die Jahre 2027 bis 2030 deshalb jährlich insgesamt 2 971 900 Franken für sieben Arbeitsintegrationsangebote der Vereine Glattwägs, Impulsis, Lernwerk, bvz – Berufslehr-Verbund Zürich, Swiss Pro Work AG, Starke Eltern – Starke Jugend S.E.S.J. sowie der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich (Streetchurch). Ab 2027 werden die Beträge jährlich an die Teuerung angepasst.
Weitere Informationen
Debora Komso, Stv. Leiterin Kommunikation
Sozialdepartement
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E-Mail debora.komso@zuerich.ch