Gegen 22.30 Uhr ging am Samstag bei der Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) ein Alarm ein, der durch eine automatische Gefahrenmeldeanlage in einer Sportanlage in Oerlikon ausgelöst wurde. Bereits kurze Zeit nach ihrem Eintreffen stellte die Berufsfeuerwehr den Austritt von Ammoniak fest. Daher wurden umgehend die Spezialfahrzeuge der Chemiewehr von SRZ sowie ein Chemiefachberater aufgeboten.
Kontrolliertes Absaugen und Entsorgen
Rasch machte die Feuerwehr die Quelle des Austritts ausfindig, woraufhin es gelang, diesen zu stoppen. Mithilfe kontinuierlicher Messungen im betroffenen Gebäudeteil und in der näheren Umgebung ermittelten die Einsatzkräfte die Ammoniakkonzentration und legten das weitere Vorgehen fest. Da sich das ausgetretene Ammoniak in gasförmigem Zustand hauptsächlich innerhalb des betroffenen Raums ausbreitete, konnte die Feuerwehr die Gase von dort absaugen. Anschliessend mischten die Einsatzkräfte diese mit Wasser sowie zur Neutralisierung mit Zitronensäure. Das gebundene Ammoniak konnte schliesslich in Absprache mit der ARA Werdhölzli in der Kanalisation entsorgt werden. Im Anschluss wurde der betroffene Raum gelüftet und freigemessen, bevor er wieder regulär genutzt werden konnte.
Niemand gefährdet
Zum Zeitpunkt des Ereignisses befanden sich keine Personen in der Sportanlage. Auch für die Bevölkerung und die Umwelt bestand nie eine Gefahr. Demnach gab es auch keine Verletzten. Nebst der Chemiewehr der Berufsfeuerwehr von SRZ standen der Pikettoffizier Feuerwehr & Zivilschutz, der Einsatzleiter Berufsfeuerwehr, ein Chemiefachberater, ein Forensiker der Kantonspolizei Zürich, aufgebotene Kältetechniker und die Stadtpolizei Zürich im Einsatz.