Seit 1997 unterstützt die Stadt einzelne Nachbarschaftshilfen. Ein Pilotprojekt von 2024 bis 2026 hat gezeigt, dass ein einheitliches Finanzierungsmodell sinnvoll ist, es jedoch Anpassungen braucht, damit die Betriebe gesichert sind und der Bedarf an nachbarschaftlichen Dienstleistungen gedeckt ist. Ab 2027 wird auch ein Verein aus Witikon einbezogen – womit das Netzwerk gesamtstädtisch verfügbar ist. Die Nachbarschaftshilfen vermitteln freiwillig Engagierte, die unentgeltlich Menschen im Quartier unterstützen und dadurch Angehörige entlasten und den sozialen Zusammenhalt stärken. 2024 leisteten 991 Freiwillige rund 41 572 Stunden Hilfe.
«Digi-Kafis»: Angebot langfristig verankern
Zehn Nachbarschaftshilfen haben mit einer Startfinanzierung von «Google.org» sogenannte «Digi-Kafis» aufgebaut – niederschwellige Treffpunkte, an denen Quartierbewohner*innen Hilfe im Umgang mit digitalen Geräten erhalten. 2025 fanden 265 Digi‑Kafi‑Veranstaltungen statt, bei denen rund 880 Anfragen bearbeitet wurden. Mit der neuen Finanzierung können die «Digi‑Kafis» fest in den Quartieren verankert werden.
Wichtiges Angebot
Der Förderverein Nachbarschaftshilfe fungiert als zentrale Dienstleistungsorganisation: Er organisiert Weiterbildungen, stellt IT‑ und Kommunikationsinfrastruktur bereit und koordiniert den jährlich im Mai stattfindenden internationalen «Tag der Nachbarschaft».
Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat, für den Betrieb der 15 Nachbarschaftshilfe‑Vereinen und des Fördervereins Nachbarschaftshilfe für die Jahre 2027–2030 einen wiederkehrenden Beitrag von jährlich 880 600 Franken zu bewilligen. Der Beitrag wird jährlich an die Teuerung angepasst.
Weitere Informationen
Debora Komso
Stv. Leiterin Kommunikation
Sozialdepartement
T +41 44 412 60 48
E-Mail debora.komso@zuerich.ch