Das 1932 erbaute Atelier wurde zwischen 2024 und 2025 instandgesetzt, um dessen architektonisches Erbe zu sichern. Alle Eingriffe von Holzhausen Zweifel Architekten erfolgten sehr reduziert, um die einzigartige Ausstrahlung des denkmalgeschützten Ateliers zu bewahren. Die Plastiken von Hermann Haller können aus konservatorischen Gründen voraussichtlich erst ab Sommer 2028 wieder im Atelier gezeigt werden.
Zur Wiedereröffnung zeigt das Atelier Hermann Haller bis am 4. Oktober 2026 die Ausstellung «*.sculptr – Zwischen Screen und Material». Sie wurde von Sabine Rusterholz Petko kuratiert und ist jeweils von Freitag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Ausstellung widmet sich zeitgenössischen Veränderungen in der skulpturalen Praxis im Kontext der Digitalisierung. Während der Bildhauer Hermann Haller (1880-1950) noch mit Ton, Gips, Englischzement und Bronze arbeitete, experimentieren Künstler*innen heute längst mit computergenerierten Animationen, Scans und 3D-Drucken.
Die gezeigten Neuankäufe der städtischen Kunstsammlung versammeln einige aktuelle Beispiele dieser veränderten künstlerischen Praxis. Zu sehen sind Werke des Künstlerduos Fürer Nielsen sowie von Thomas Julier, Lithic Alliance und Mélodie Mousset. Auf unterschiedliche Weise thematisieren sie die Übergänge zwischen physischem und digitalem Raum, Materialisierung und Entmaterialisierung.
Ergänzt wird die Ausstellung durch das «volumes Archive», eine Sammlung des Zürcher Kollektivs «volumes». Es zeigt Publikationen, welche die künstlerischen Positionen der Ausstellung und das Atelier Hermann Haller dialogisch aufgreifen.
Weitere Informationen
Fragen zur Ausstellung:
Sabine Rusterholz, Kuratorin
T +41 76 331 96 26
E-Mail sabine.rusterholz@gmail.com
Allgemeine Fragen zum Atelier Hermann Haller:
Barbara Basting, Leiterin Ressort Bildende Kunst
T +41 44 412 34 20
E-Mail barbara.basting@zuerich.ch
Fragen zur Instandsetzung:
Franziska Martin, Leiterin Kommunikation
Amt für Hochbauten
T +41 44 412 29 74
E-Mail franziska.martin@zuerich.ch