Gegen 18 Uhr erreichten die Einsatzleitzentrale 144/118 (ELZ) von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) sowie die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich die ersten Notrufe aufgrund des heftigen Unwetters. Das Unwetter zog von Urdorf her Richtung Winterthur und blieb während rund zwei Stunden über der Stadt Zürich. Zu einem tragischen Ereignis kam es im Kreis 8. Ein herabfallender Ast verletzte eine 16-Jährige schwer. Sie musste nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst in kritischem Zustand ins Spital transportiert werden. Am Mythenquai im Kreis 2 wurden sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leicht verletzt, zwei davon wurden hospitalisiert.
In einem Gebäude war eine Person bei steigendem Wasserpegel eingeschlossen. Sie konnte durch die Feuerwehr gerettet werden. Beim Bahnhof Wollishofen wurde die Unterführung geflutet, sodass diese nicht mehr passierbar war. Zahlreiche weitere Einsätze bewältigten die Einsatzkräfte in der Stadt Zürich aufgrund von umgestürzten Bäumen und Ästen, Verkehrsunfällen und blockierten Verkehrsachsen, Stromgefahren, herumfliegenden Gegenständen und gefluteten Kellern. Seitens SRZ standen sämtliche Einheiten der Berufsfeuerwehr sowie alle Kompanien der Milizfeuerwehr im Einsatz. Gemeinsam bewältigten sie auf Stadtgebiet zwischen 17.30 und 21.00 Uhr 270 Einsätze. Die Sanität von SRZ leistete im gleichen Zeitraum 50 Einsätze. Die Stadtpolizei Zürich stand mit zahlreichen Mitarbeitenden der Sicherheitspolizei, der Wasserschutzpolizei, der Verkehrspolizei und des Polizeilichen Assistenzdienstes im Einsatz.
Die ELZ von SRZ nahm im oben genannten Zeitfenster 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe entgegen und disponierte 680 Feuerwehreinsätze im Kanton Zürich. Neben der Stadt Zürich waren insbesondere die Regionen Bülach, Bassersdorf, Dübendorf, Erlenbach und Meilen vom Unwetter betroffen. Die ELZ von SRZ verstärkte sich personell und bot 15 zusätzliche Personen auf, zudem wurde der Unwetterstab von SRZ aktiviert. Wie im Unwetterfall vorgesehen, rückten Angehörige der Stützpunktfeuerwehr Kloten sowie von den Ortsfeuerwehren Bassersdorf, Altbach und Embrachertal in die ELZ ein und unterstützten bei der Entgegennahme und Bearbeitung von Notrufen. Bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich gingen im gleichen Zeitraum ebenfalls rund 60 Anrufe wegen umgestürzten Bäumen, austretendem Wasser aus der Kanalisation und losgerissenen Schiffen ein.